Die eigentliche Frage lautet also nicht: "Welches ist das leistungsstärkste Ladegerät?", sondern vielmehr: "Welches Ladegerät ist für mein Fahrzeug und mein Haus am besten geeignet?"

Mit der zunehmenden Verbreitung von Elektrofahrzeugen stellen sich viele Hausbesitzer die gleiche Frage: Welche Ladelösung ist die richtige für sie?

Die Antwort beginnt mit dem Verständnis einer wichtigen Tatsache:

Das wichtigste Ladegerät befindet sich bereits in Ihrem Fahrzeug

Jedes Elektrofahrzeug verfügt über ein On-Board-Ladegerät (OBC), das die maximale AC-Ladeleistung festlegt, die das Fahrzeug aufnehmen kann, unabhängig vom installierten Ladegerät.

So können beispielsweise einige Versionen des Renault Zoe mit bis zu 22 kW Wechselstrom geladen werden, während ein Tesla Model Y auf 11 kW Wechselstrom und ein Nissan Leaf auf 6,6 kW Wechselstrom begrenzt ist.

Das bedeutet, dass ein Tesla Model Y, das an ein 22-kW-Ladegerät angeschlossen ist, immer noch mit maximal 11 kW lädt, während ein Nissan Leaf auf 6,6 kW begrenzt bleibt.

Die Ladegeschwindigkeit wird letztendlich durch das fahrzeugeigene Ladegerät und die verfügbare elektrische Infrastruktur bestimmt, nicht nur durch die auf der Wallbox angegebene Leistung.

Einphasig oder dreiphasig: Warum das wichtig ist

Ein weiterer wichtiger Faktor ist, wie das Fahrzeug mit Strom versorgt wird.

Einige Elektrofahrzeuge sind für das einphasige Laden ausgelegt, während andere die Vorteile einer dreiphasigen Stromversorgung nutzen können.

Das bedeutet, dass selbst wenn eine Immobilie über eine dreiphasige Installation und ein leistungsstarkes Ladegerät verfügt, das Fahrzeug nicht unbedingt den gesamten verfügbaren Strom nutzen kann.

Glücklicherweise passen sich moderne E-Fahrzeuge automatisch an die verfügbaren Ladebedingungen an und gewährleisten so ein sicheres und effizientes Laden.


Welche Ladelösungen gibt es?

Einphasige Ladelösungen

Für Haushalte mit einem einphasigen Stromanschluss sind die gängigsten Optionen eine eigene geschützte Steckdose oder eine 7,4-kW-Wallbox.

Eine geschützte Steckdose ist eine einfache und kostengünstige Ladelösung, die in der Regel zwischen 2,3 und 3 kW leistet und sich daher für das Laden über Nacht eignet.

Für schnelleres Laden bietet eine 7,4-kW-Wallbox deutlich kürzere Ladezeiten und zusätzliche Funktionen wie Energieüberwachung und intelligente Ladefunktionen. Für die meisten E-Fahrzeug-Besitzer bietet sie mehr als genug Leistung, um das Fahrzeug über Nacht vollständig aufzuladen.

Dreiphasige Ladelösungen

Für Grundstücke mit dreiphasigem Stromanschluss sind 11-kW- und 22-kW-Wallboxen die gängigsten Optionen.

Eine 11-kW-Wallbox ist oft das ideale Gleichgewicht zwischen Ladegeschwindigkeit und Kosten, zumal viele der derzeit in Europa verkauften Elektrofahrzeuge nur mit 11 kW Wechselstrom geladen werden können.

Eine 22-kW-Wallbox kann eine noch schnellere Aufladung ermöglichen, allerdings nur, wenn das Fahrzeug, das Ladegerät und die Elektroinstallation alle 22 kW unterstützen können. Andernfalls wird die Ladeleistung automatisch durch das schwächste Element im System begrenzt.

Wo passen Solarmodule ins System?

Intelligente Ladegeräte können in PV-Solaranlagen integriert werden und passen die Ladeleistung automatisch an die verfügbare Sonnenenergie an.

Anstatt überschüssigen Strom ins Netz zu leiten, können Hausbesitzer ihn zum Aufladen ihres Fahrzeugs verwenden, was den Eigenverbrauch erhöht und die Rendite ihrer Solarinvestition verbessert.

Für viele Haushalte ist das Elektrofahrzeug zu einer natürlichen Erweiterung ihres häuslichen Energiesystems geworden.

Sollten Sie das Ladegerät also nach dem Fahrzeug oder nach dem Haus auswählen?

Die Antwort ist einfach: beides.

Die richtige Ladelösung hängt vom Fahrzeug, von der Elektroinstallation des Hauses und von den täglichen Bedürfnissen des Fahrers ab.

Das leistungsstärkste Ladegerät ist nicht immer die beste Wahl. In vielen Fällen liefert ein richtig dimensioniertes System das gleiche Ergebnis effizienter und zu geringeren Kosten.

Letztendlich geht es beim Laden eines Elektrofahrzeugs nicht nur um die Leistung - es geht darum, die richtige Lösung für Ihr Haus und Ihr Fahrzeug zu wählen.

Isa Conceição

Beraterin für erneuerbare Energien und Energieeffizienz

Postgraduierter in Management erneuerbarer Energien

CEO, Soren - Beratung für erneuerbare Energien

Für Hausbesitzer an der Algarve, die ihre Energiekosten senken und ihre Effizienz verbessern wollen, beginnt die richtige Lösung mit der richtigen Beratung.

Soren unterstützt Hausbesitzer und Unternehmen in ganz Portugal bei der Entwicklung und Umsetzung maßgeschneiderter Lösungen für erneuerbare Energien, von der ersten Analyse bis zur Installation und laufenden Optimierung.

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