Die Geschichte von Königin Maria I., der ersten unangefochtenen Königin, die Portugal regierte, ist ein Epos der Hingabe, der kulturellen Expansion und der bahnbrechenden Führung. Nachdem sie 1777 den Thron bestiegen hatte, wird sie in ihrem Heimatland aufgrund ihres tiefen Glaubens und ihres großen Engagements für die Wohltätigkeit liebevoll Maria a Piedosa ("Maria die Fromme") genannt. Ihr spektakulärstes Vermächtnis in Lissabon ist die prächtige Basílica da Estrela, ein großes Heiligtum aus Kalkstein, das sie nach der Geburt ihres Sohnes zur Erfüllung eines heiligen Gelübdes errichtete. Hier liegen auch ihre sterblichen Überreste begraben, in einer Gruft, die wirklich zum Nachdenken über Leben und Tod einlädt.
Marias Regierungszeit war von bedeutenden Fortschritten geprägt, darunter die Gründung der Königlichen Akademie der Wissenschaften und die Ausweitung des Handels im gesamten Reich. Sie führte einen sanfteren, wohlwollenderen Regierungsstil ein und gewann so den Respekt ihrer Untertanen. Nach der Französischen Revolution rückten die Truppen Napoleons näher an Portugal heran. Tatsächlich übernahm sie ab 1807 die königlichen Aufgaben in Brasilien und nahm den königlichen Hof mit auf die Reise.





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