Eine neue Analyse der Bank von Portugal zeigt, dass der nationale Mindestlohn im Jahr 2025 91 % des Medianlohns erreichte, womit die Differenz zwischen den beiden Werten weniger als 90 € betrug.
Das Mediangehalt, also der Wert, bei dem die Hälfte der Arbeitnehmer mehr und die andere Hälfte weniger verdient, lag 2025 bei 958,80 €, während der Mindestlohn nach einer Erhöhung um 6,1 % auf 870 € stieg.
In den letzten zehn Jahren ist der Mindestlohn in Portugal im Allgemeinen schneller gestiegen als die typischen Einkommen, wodurch sich die Kluft zwischen Niedriglohnempfängern und dem Mittelwert der Lohnskala stetig verringert hat.
Nach Angaben der Bank von Portugal ist das Verhältnis zwischen Mindestlohn und Medianlohn von 87 % im Jahr 2019 auf 91 % in diesem Jahr gestiegen.
Dieser Trend hat zu einer deutlichen Verringerung der Lohnungleichheit beigetragen. Die Zentralbank stellte fest, dass sich in Portugal in den letzten 15 Jahren der Abstand zwischen den höchsten und den niedrigsten Verdienern deutlich verringert hat.
Die Zahlen zeigen, dass sich die Kluft zwischen den obersten 10 % und den untersten 10 % der Verdiener seit 2010 erheblich verringert hat, was dazu beigetragen hat, dass Portugal zu den Ländern der Eurozone mit der geringsten Lohnungleichheit zählt.
Die Bank von Portugal hat jedoch auch auf potenzielle Herausforderungen hingewiesen, die mit einer zunehmend komprimierten Lohnstruktur verbunden sind.
Zwar können höhere Mindestlöhne den Lebensstandard und den sozialen Zusammenhalt verbessern, doch warnte die Bank, dass eine Verringerung des Abstands zwischen Einstiegsgehältern und Medianverdiensten Fragen hinsichtlich des beruflichen Aufstiegs, der Anreize und des langfristigen Produktivitätswachstums aufwerfen könnte.
Der Bericht legt nahe, dass die politischen Entscheidungsträger die Bemühungen zur Verbesserung der Löhne mit Maßnahmen zur Förderung der Qualifizierung, Innovation und wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit in Einklang bringen müssen.
Portugal weist bereits eines der höchsten Verhältnisse von Mindestlohn zu Medianlohn im Euroraum auf, was die Strategie des Landes widerspiegelt, die unteren Einkommen stetig anzuheben und gleichzeitig die Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt zu verringern.
Im Mittelpunkt der Debatte steht nun die Frage, wie der Lebensstandard weiter verbessert und gleichzeitig Produktivitätssteigerungen gefördert werden können, die ein nachhaltiges Lohnwachstum in allen Wirtschaftssektoren unterstützen.









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