Das Programm mit dem Namen „Integrar para a Construção“ (Integration für den Bau) genannt, wurde von der Agentur für Integration, Migration und Asyl (AIMA) ins Leben gerufen und soll voraussichtlich 500 Teilnehmern Ausbildungsmöglichkeiten bieten.
Die Bewerbungsfrist läuft ab sofort und endet am 5. Juli. Die Organisatoren planen, die Teilnehmer in 25 Ausbildungsgruppen aufzuteilen, wobei theoretischer Unterricht mit praktischen Erfahrungen am Arbeitsplatz kombiniert wird.
Die Initiative steht in Portugal lebenden Migranten sowie Asylbewerbern, Flüchtlingen und Personen, die unter vorübergehenden Schutzmaßnahmen stehen, offen.
Die Teilnehmer können sich in einer Reihe von Bauberufen ausbilden lassen, darunter Elektroarbeiten, Sanitär, Maschinenbedienung, Tischlerei sowie Maler- und Veredelungsberufe. Neben der fachlichen Ausbildung umfasst das Programm auch Praktika, die den Teilnehmern helfen sollen, praktische Erfahrungen in der Branche zu sammeln.
Die in das Programm aufgenommenen Personen erhalten Ausbildungsunterstützung, die eine Unfallversicherung, Fahrtkostenzuschüsse, Verpflegungszuschüsse und eine Ausbildungsbeihilfe umfasst.
Laut AIMA ist das Projekt Teil der umfassenderen Bemühungen Portugals, die Integration in den Arbeitsmarkt zu fördern und gleichzeitig den Arbeitskräftemangel in Schlüsselbranchen der Wirtschaft zu beheben.
Das Programm wird im Rahmen einer Partnerschaft zwischen AIMA, dem Institut für Beschäftigung und berufliche Bildung (IEFP) und dem Ausbildungszentrum der Bauindustrie (CICCOPN) finanziert und von Branchenverbänden sowie Partnern aus der Privatwirtschaft unterstützt.
Mit einem Budget von rund 2,5 Millionen Euro zielt die Initiative darauf ab, den Zugang zum Arbeitsmarkt zu verbessern und gleichzeitig Bauunternehmen dabei zu helfen, Arbeitskräfte mit den Fähigkeiten zu finden, die zur Deckung der wachsenden Nachfrage erforderlich sind.
Das Projekt ist zudem Teil der umfassenderen Initiative „Integrar para o Mercado“, deren Schwerpunkt auf der Verbesserung der Arbeitsmarktintegration durch berufliche Bildung und Berufserfahrung liegt. Ähnliche Programme wurden bereits in Branchen wie dem Tourismus eingeführt.
Nach Angaben der Verantwortlichen verbindet der Ansatz fachliche Qualifikationen mit dem Erlernen der portugiesischen Sprache und praktischer Berufserfahrung und hilft den Teilnehmern so, die für eine langfristige Beschäftigung in Portugal erforderlichen Kompetenzen aufzubauen.
Die Bauindustrie hat wiederholt den Arbeitskräftemangel als eine der größten Herausforderungen der Branche hervorgehoben, wodurch Programme zur Personalentwicklung angesichts der stetig steigenden Nachfrage nach Wohnungsbau- und Infrastrukturprojekten zunehmend an Bedeutung gewinnen.









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