Diese Prognose stammt von John Arrigo, dem Botschafter der Vereinigten Staaten in Portugal, der diese Äußerungen während einer Feier anlässlich der erfolgreichen Inbetriebnahme des neuen transatlantischen Kabels „Nuvem“ von Google machte.
Das Nuvem-System ist ein Unterseekabelnetz, das die USA mit Bermuda, den Azoren und dem portugiesischen Festland verbindet. Es ist das erste Kabel dieser Art und wurde gebaut, um die Netzwerksicherheit über den Atlantik hinweg zu stärken.
Botschafter Arrigo bezeichnete das Projekt als das bislang deutlichste Zeichen für eine sich festigende Beziehung zwischen Washington und Lissabon.
Er wies darauf hin, dass das Ausmaß der bevorstehenden Investitionen Portugal als Europas führendes Ziel für amerikanische Investitionen in KI-Infrastruktur etablieren werde, und forderte andere europäische Nationen auf, diesem Beispiel zu folgen und ihre digitale Zukunft in Partnerschaft mit vertrauenswürdigen US-Verbündeten zu gestalten, anstatt zu riskieren, den Anschluss zu verlieren.
Das Nuvem-Kabel ist zum Symbol dieser sich ausweitenden technologischen Partnerschaft geworden
. Über das Kabelprojekt hinaus zieht Portugal zunehmend große Rechenzentrumsvorhaben an. Derzeit befinden sich in Portugal Rechenzentrumskapazitäten von mehr als 2,6 Gigawatt in der Entwicklung, wobei das größte Einzelprojekt der 1,2-GW-„Start Campus“ in Sines südlich von Lissabon ist.
Bildnachweis: Zur Verfügung gestelltes Bild; Autor: Portugal Pathways; Die USA wollen 40 Milliarden US-Dollar in den portugiesischen Technologiesektor investierenDieses Projekt wird von der amerikanischen Investmentfirma Davidson Kempner finanziell unterstützt und zählt zu den bedeutendsten Infrastrukturvorhaben dieser Art auf dem Kontinent.
Die wirtschaftliche Präsenz der USA in Portugal ist bereits beträchtlich. Die USA sind Portugals drittgrößte Quelle für ausländische Investitionen und verfügen über einen Investitionsbestand im Wert von fast 20 Milliarden US-Dollar in Branchen wie KI, Energie, Landwirtschaft und Tourismus. Der erwartete Anstieg der Investitionen in neue Technologien würde diese bestehende Grundlage erheblich stärken.
Botschafter Arrigo lobte zudem Portugals Ansatz zur Datenverwaltung und stellte fest, dass das Rahmenwerk für die souveräne Cloud ein ausgewogenes Gleichgewicht schaffe: offen genug, um weiterhin wichtige Partner wie Google anzuziehen, und zugleich diszipliniert genug, um sensible nationale Interessen zu schützen. Er meinte, genau dieses Modell sollten andere europäische Länder derzeit in Betracht ziehen.
Im breiteren europäischen Kontext argumentierte der Botschafter, dass die eigentliche Entscheidung nicht zwischen Souveränität und Partnerschaft liege, sondern zwischen dem Aufbau einer digitalen Zukunft in Zusammenarbeit mit vertrauenswürdigen Verbündeten und dem Versuch, den Weg alleine zu gehen – mit dem Risiko, hinter globale Wettbewerber zurückzufallen.
Bildnachweis: Zur Verfügung gestelltes Bild; Autor: Portugal Pathways; John Arrigo sagt, die Investition werde Portugal an die Spitze Europas im Bereich der KI-Infrastruktur bringenDiese Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund einer wachsenden Rivalität unter den europäischen Ländern, die um Investitionen in KI- und Dateninfrastruktur konkurrieren – angetrieben durch die weltweite Nachfrage nach Rechenkapazität, Cloud-Diensten und digitaler Konnektivität, die keine Anzeichen einer Abschwächung zeigt.
Paul Stannard, Vorsitzender und Gründer von Portugal Pathways, sagte: „Wir verzeichnen ein enormes Interesse seitens US-amerikanischer Investoren, insbesondere im Rahmen des portugiesischen ‚Golden Visa‘-Programms zur Erlangung einer Aufenthaltsgenehmigung durch Investitionen.
„Das wachsende Interesse der USA, insbesondere angesichts des bevorstehenden Geschäfts, ist ein bedeutender Vertrauensbeweis für Portugals Position als strategisches Tor zwischen Europa und Nordamerika und bestärkt das Land in seinem Bestreben, in den kommenden Jahren zu einem zentralen Knotenpunkt der transatlantischen Digitalwirtschaft zu werden.“









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