Eine Quelle der PJ erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Lusa, dass weder der portugiesische Hafen, in dem die Nationale Einheit zur Bekämpfung des Drogenhandels (UNCTE) das Kokain aufgespürt und beschlagnahmt habe, noch der Herkunftshafen identifiziert worden seien, da die Ermittlungen noch andauerten.

Die PJ fügte hinzu, dass die unter dem Namen „Operation Courage“ laufende Ermittlung erst kürzlich im Rahmen der internationalen polizeilichen Zusammenarbeit begonnen habe.

Bei der „Sea-Chest“-Methode befestigen Taucher Glasfasercontainer am Schiffsrumpf; diese werden später in den Häfen, in denen das Schiff anlegt, auf dieselbe Weise wieder entfernt.

Die PJ erklärte, dass auf der Grundlage der gesammelten Beweise verschiedene Ermittlungsmaßnahmen durchgeführt wurden, um Beweismittel zu sichern und die illegalen Aktivitäten zu unterbinden; hierfür war die Unterstützung der forensischen Tauchgruppe der Wasserschutzpolizei erforderlich.

Die PJ betonte, dass diese Vorgehensweise „bereits gut bekannt ist und zunehmend von verschiedenen kriminellen Organisationen genutzt wird, die die Anonymität ihrer Mitglieder gewährleisten und mehr Sicherheit beim Drogentransport garantieren wollen, um so Hafenkontrollen zu umgehen.“

Kriminelle Organisationen bergen die Betäubungsmittel, indem sie Taucher einsetzen, um die äußeren Gitter der „Seekiste“ zu öffnen und an die wasserdichten Beutel mit dem Kokain zu gelangen.

Diese Versteckmethode ermöglicht die Überquerung des Atlantiks ohne Wissen oder Beteiligung der Schiffsbesatzung, da sich die Drogen unter Wasser befinden.

Bislang wurden im Zusammenhang mit der „Operation Courage“ noch keine Festnahmen vorgenommen, und die Ermittlungen zur Aufklärung der Einzelheiten des kriminellen Netzwerks dauern an.