In einer Stellungnahme „richtet der Verband einen eindringlichen Appell an die Angehörigen der Gesundheitsberufe, bei der Verschreibung oder Abgabe von Dapagliflozin-haltigen Arzneimitteln nicht auf andere Wirkstoffe auszuweichen, für die es noch kein Generikum gibt, namentlich Empagliflozin.“

„Nur so können portugiesische Nutzer von Generika von dieser bedeutenden Entscheidung von Infarmed [der Arzneimittelbehörde] profitieren“, heißt es in der Erklärung.

Infarmed hat das Inverkehrbringen und die staatliche Kostenbeteiligung für Generika mit Dapagliflozin genehmigt; die flächendeckende Verfügbarkeit dieser erschwinglicheren Alternativen beginnt am 1. August.

Seit diesem Datum fallen Arzneimittel mit 10 mg Dapagliflozin, die zur Behandlung von Typ-2-Diabetes, chronischer Nierenerkrankung und chronischer Herzinsuffizienz eingesetzt werden, unter das Referenzpreissystem, wobei der Selbstbeteiligungssatz bei 90 % bleibt.

Nach Angaben des Verbandes der Generikakonsumenten wird die Maßnahme rund 900.000 Patienten mit Typ-2-Diabetes zugutekommen, die „nun Zugang zu einer Reihe von Generika haben werden, deren Preise um 50 % niedriger sind“.

Darüber hinaus gibt der Verband an, dass „die Verschreibung und Abgabe von Dapagliflozin-Generika dem Staat jährlich 45 Millionen Euro einspart“.

In der Erklärung fordert der Verband Infarmed auf, „die Einführung weiterer Generika auf dem nationalen Markt zu beschleunigen, wovon mehr Nutzer und das SNS [Nationale Gesundheitssystem] profitieren würden“.