Die von der Stadtverwaltung von Viseu geleitete Initiative sieht die Einführung des „Viseu Resident Pass“ vor. Dieser Pass ermöglicht Fahrten innerhalb der geografischen Grenzen der Gemeinde mit den Verkehrsunternehmen MUV, STUV und MOBI Viseu Dão Lafões (VDL).
Ziel dieses kommunalen Programms ist es, die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs zu fördern, die ökologische Nachhaltigkeit zu stärken und die finanzielle Belastung von Familien zu verringern. Damit wird die bereits gesetzlich vorgeschriebene kostenlose Beförderung für junge Menschen unter 23 Jahren und für Kriegsveteranen ergänzt.
Berechtigte Personen müssen den Pass an den Servicepunkten der Verkehrsbetriebe beantragen, indem sie einen Ausweis und einen Nachweis über ihren steuerlichen Wohnsitz in der Gemeinde vorlegen. Bei der Ausstellung des Passes fällt eine einmalige Gebühr von fünf Euro an, und Personen, die mehr als einen Verkehrsbetreiber nutzen, müssen separate Karten beantragen. Für Personen, die bereits über einen aktiven Fahrpass verfügen, beschränkt sich das Verfahren auf die Aktualisierung ihres Nutzerprofils.
Der Pass ist ein Jahr lang gültig und verlängert sich automatisch jeden Monat. Die Fahrgäste müssen ihn jedoch bei jeder Fahrt entwerten, um die Erfassung der Fahrgastzahlen und die Planung der Verkehrsdienste zu ermöglichen.
Der Bürgermeister von Viseu, João Azevedo, bezeichnete die Entscheidung angesichts der wachsenden Bevölkerung und des zunehmenden Fahrzeugverkehrs in der Region als strategische Investition zur Verbesserung der Lebensqualität und der lokalen Mobilität. Der Bürgermeister nutzte die Gelegenheit, die sich durch die Einführung der Maßnahme bot, und forderte mehr staatliche Mittel für die Mobilität in Gebieten außerhalb der Ballungsräume Lissabon und Porto. Dabei wies er darauf hin, dass Viseu nun zu einer der führenden Gemeinden im Landesinneren wird, die den öffentlichen Nahverkehr für ihre Einwohner vollständig finanzieren.









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