Rund 15 Millionen Euro werden in die Modernisierung der veralteten Bewässerungsinfrastruktur investiert, die Teile von Lagos und Portimão versorgt. Die Regionalkommission für Koordination und Entwicklung der Algarve (CCDR Algarve) bezeichnet dies als das derzeit größte Modernisierungsprojekt im Bereich der Bewässerung in der Region.

Der Minister für Landwirtschaft und Meeresangelegenheiten, José Manuel Fernandes, besuchte am Freitag, dem 28. August, gemeinsam mit Vertretern der CCDR Algarve, der Kommunalverwaltungen und landwirtschaftlicher Organisationen die Baustelle.

Sobald die geplanten Verbesserungen abgeschlossen sind, könnte das System nach Schätzungen von Fernandes rund 60 % weniger Wasser verbrauchen, was jährliche Einsparungen von fast 2 Millionen Euro bedeutet.

Das Projekt ist von besonderer Bedeutung in einer Region, in der wiederholte Dürren zu Einschränkungen beim Wasserverbrauch in der Landwirtschaft geführt und den Zustand der veralteten Wasserinfrastruktur der Algarve in den Fokus gerückt haben.

Ersatz offener Kanäle

Die erste Phase umfasst ein neues Reservoir, eine Pumpstation und eine Filteranlage sowie die Modernisierung von rund zwei Kilometern des Hauptversorgungskanals.

Innerhalb der bestehenden Infrastruktur werden geschlossene Rohrleitungen verlegt, womit der Übergang von einem offenen Verteilungssystem beginnt, bei dem Wasser verloren gehen kann, bevor es die landwirtschaftlichen Betriebe erreicht.

Zudem werden Solarmodule installiert, um die Pumpstation mit Strom zu versorgen und deren Energiekosten zu senken.

Das offizielle Projekt geht auf einen Modernisierungsvertrag der DGADR im Wert von rund 11,2 Millionen Euro zurück, der über den portugiesischen Wiederaufbau- und Resilienzplan (PRR) finanziert wird. Durch weitere mit dem Projekt verbundene Arbeiten beläuft sich die Investition auf rund 15 Millionen Euro.

Das landwirtschaftliche Bewässerungssystem von Alvor versorgt 1.747 Hektar, davon 800 Hektar in Lagos und 947 in Portimão, gemäß den im Jahr 2025 veröffentlichten offiziellen Vorschriften.

Das Wasser stammt aus dem Stausee, der durch den Bravura-Damm an der Ribeira de Odeáxere angelegt wurde.

Die Infrastruktur ist mittlerweile fast sieben Jahrzehnte alt, und ihre Modernisierung wurde zunehmend dringlich, nachdem der Wasserstand im Bravura-Stausee während der jüngsten Dürre an der Algarve auf ein außergewöhnlich niedriges Niveau gesunken war.

Die Situation am Stausee hat sich seitdem erheblich verbessert. Der Verband der Bewässerungsnutzer und Begünstigten von Alvor meldete am 28. August eine Auslastung des Bravura-Stausees von 82 % bei einem Wasserstand von rund 28,6 Millionen Kubikmetern.

Diese Erholung beseitigt jedoch nicht die längerfristige Wasserproblematik der Algarve, und die Verbesserung der Effizienz ist eine von mehreren Maßnahmen, die verfolgt werden, um die Region weniger anfällig für künftige Dürren zu machen.

Eine zweite Phase der Modernisierung des Alvor-Bravura-Systems wird bereits in Betracht gezogen, wobei Fernandes die potenziellen zusätzlichen Investitionen auf rund 40 Millionen Euro schätzt.

Der Minister erklärte, dass die künftige Wasserwirtschaft eine größere Speicherkapazität mit Effizienz und besseren Verbindungen zwischen den Systemen kombinieren müsse, während gleichzeitig die Versorgung von Haushalten, Landwirtschaft, Tourismus, Industrie und anderen Verwendungszwecken sichergestellt werde.

Das Alvor-Bravura-Projekt ist Teil der umfassenderen regionalen Strategie zur Wassereffizienz an der Algarve sowie des nationalen Programms „Água que Une“.