Die Organisation stellt fest, dass die Entwicklung zwar in einem moderateren und ungleichmäßigeren Tempo voranschreitet, die Zahlen für den bisherigen Zeitraum jedoch nicht auf einen Rückgang hindeuten; es ist wichtig, zwischen einer Verlangsamung des Wachstumstempos und einem tatsächlichen Schrumpfen des Marktes zu unterscheiden.
Von Januar bis Juni belief sich die Gesamtzahl der ausländischen Gäste auf 9,187 Millionen, was einem Anstieg von 1,9 % (173.700 Besucher mehr) gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum entspricht.
Die Zahl der Übernachtungen von Nichtansässigen stieg um 0,8 % auf 25,972 Millionen, und die Auslandsumsätze in der Branche stiegen um 4,2 % auf 12,87 Milliarden Euro, was eine Tourismusbilanz von 9,71 Milliarden Euro ergab. Der Verband führt die Annahme eines Rückgangs auf vereinzelte Schwankungen zurück, beispielsweise auf den im Juni verzeichneten Rückgang der Übernachtungen ausländischer Gäste um 0,6 %. Er betont, dass einzelne monatliche Schwankungen nicht mit der Gesamtentwicklung des ersten Halbjahres verwechselt werden sollten.
Auslandsmarkt
Die Entwicklung der Branche zeigt zudem Veränderungen in der Zusammensetzung der Herkunftsländer der Touristen sowie Unterschiede zwischen den Regionen. Was die Einnahmen betrifft, waren in Ländern wie Brasilien (+18,1 %), den Vereinigten Staaten (+8,0 %), Spanien (+7,1 %), Deutschland (+4,6 %) und dem Vereinigten Königreich (+4,4 %) starke Zuwächse zu verzeichnen; diese Zuwächse glichen den Nachfragerückgang aus Frankreich in Höhe von 5,7 % aus.
Innerhalb der Regionen verzeichneten acht der neun Regionen einen Anstieg der Tourismuseinnahmen, wobei das Alentejo (+9,0 %), Madeira (+8,4 %) und die Algarve (+7,7 %) die Spitze bildeten, während der Westen als einzige Region einen leichten Rückgang von 0,6 % verzeichnete.
Auch wenn das Ergebnis positiv ist, weist die ANAV darauf hin, dass das Wachstum in Portugal unter dem weltweiten Durchschnitt liegt, da der Sektor im Inland um 3,3 % gewachsen ist, verglichen mit 4,0 % weltweit. Der Verband nennt eine Reihe schwerwiegender Herausforderungen: die Erholung rückläufiger Märkte, die Verlängerung der Aufenthaltsdauer der Besucher, eine gleichmäßigere Verteilung der Nachfrage über das Jahr hinweg sowie die Sicherung der Rentabilität der Unternehmen.
Die hier genannten Daten stammen aus den von der Nationalen Vereinigung der Reisebüros (ANAV) veröffentlichten Informationen.









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