Der Minister für Infrastruktur und Wohnungswesen, Miguel Pinto Luz, bestätigte am 4. November, dass er die Metro do Porto beauftragt habe, eine Erweiterung des Netzes in Richtung Espinho, São João da Madeira, Santa Maria da Feira und Oliveira de Azeméis zu prüfen.
Die geplante Erweiterung könnte den bestehenden Eisenbahnkorridor Vouga nutzen und so eine Verbindung von Santo Ovídio in Vila Nova de Gaia zu den weiter südlich gelegenen Gemeinden schaffen.
Die Ankündigung erfolgte im Rahmen einer Feierstunde im Rathaus von Porto, bei der Vertreter der Regierung und der Stadtverwaltung mehrere Vereinbarungen zur Verkehrsinfrastruktur und zur städtischen Mobilität unterzeichneten.
Laut Pinto Luz könnte die Verbesserung der Anbindung an den südlichen Teil des Großraums Porto dazu führen, dass rund 400.000 Einwohner vom U-Bahn-Netz erreicht werden können.
Der Minister bezeichnete den möglichen Ausbau als große Chance zur Verbesserung der Mobilität in der gesamten Metropolregion.
Bestehende Bahnstrecke könnte Teil der Trasse werden
Eine der in Betracht gezogenen Optionen sieht die Nutzung des Korridors der „Linha do Vouga“ vor, einer bestehenden Bahnstrecke, die Espinho mit Sernada do Vouga verbindet.
Die Strecke bedient bereits mehrere Gemeinden, die in den von der Regierung vorgeschlagenen Ausbau einbezogen sind, und könnte somit eine Grundlage für verbesserte Anbindungen an den öffentlichen Nahverkehr bilden.
Der Großraum Porto bestätigte in einer eigenen Mitteilung, dass im Rahmen von Studien die Erweiterung des U-Bahn-Netzes nach São João da Madeira, Oliveira de Azeméis, Santa Maria da Feira und Vale de Cambra geprüft werden soll.
Die Einbeziehung von Vale de Cambra deutet darauf hin, dass die Regierung Verbindungen über die ursprünglich in der vom Minister vorgeschlagenen Trasse genannten Gemeinden hinaus in Betracht zieht.
Die genaue Trassenführung, die Bahnhöfe und die Art des Verkehrsangebots stehen jedoch noch nicht fest.
Im Rahmen der Studien soll geprüft werden, ob der bestehende Eisenbahnkorridor die vorgeschlagene Verbindung aufnehmen könnte und wie diese in das übergeordnete Verkehrsnetz integriert werden könnte.
Ein Bauzeitplan, geschätzte Projektkosten oder ein Eröffnungstermin wurden noch nicht bekannt gegeben.
Verbesserung der Verbindungen über Porto hinaus
Der vorgeschlagene Ausbau ist Teil einer umfassenderen Diskussion über die Verkehrsverbindungen im Großraum Porto, zu dem Gemeinden auf beiden Seiten des Flusses Douro gehören.
Während Porto und Vila Nova de Gaia bereits über U-Bahn-Verbindungen verfügen, sind Gemeinden weiter südlich auf andere öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, darunter Regionalzüge und Busse.
Eine neue U-Bahn-Verbindung könnte den Einwohnern, die zwischen den Gemeinden pendeln, sowie denjenigen, die aus beruflichen, bildungsbezogenen oder anderen Gründen nach Porto fahren, zusätzliche Mobilitätsmöglichkeiten bieten.
Zudem könnte sie den Zugang zum gesamten Nahverkehrsnetz der Metropolregion verbessern, wobei die Fahrzeiten und Taktfrequenzen von der endgültigen Ausgestaltung abhängen werden.
Die Regierung hat die regionale Anbindung als wichtigen Aspekt bei der künftigen Verkehrsplanung identifiziert.
Nach Angaben des Großraums Porto sollen die vorgeschlagenen Studien die Mobilität in der gesamten Region untersuchen und sich nicht ausschließlich auf das Stadtzentrum von Porto konzentrieren.
Die Behörde teilte mit, dass die Arbeiten in Kürze beginnen sollen, hat jedoch noch keinen konkreten Starttermin bekannt gegeben.
Weitere Verkehrsabkommen angekündigt
Die Ankündigung erfolgte parallel zu mehreren Kooperationsvereinbarungen zwischen dem Stadtrat von Porto und Infraestruturas de Portugal, dem staatlichen Unternehmen, das für die Verwaltung eines Großteils der Straßen- und Schieneninfrastruktur des Landes zuständig ist.
Dazu gehören Vereinbarungen bezüglich der Via de Cintura Interna (VCI), Portos wichtigster innerer Ringstraße, sowie Studien zu geplanten östlichen und westlichen Außenringstraßenverbindungen.
Die Vereinbarungen umfassen zudem Verbesserungen an der EN12, allgemein bekannt als „Estrada da Circunvalação“, sowie die mögliche künftige Nutzung des ehemaligen Eisenbahnkorridors „Ramal da Alfândega“.
Diese Projekte sind unabhängig vom geplanten Ausbau des U-Bahn-Netzes, sind jedoch Teil umfassenderer Bemühungen zur Verbesserung der Verkehrsanbindung und Erreichbarkeit in Porto und den umliegenden Gemeinden.
Für die Einwohner von Espinho, São João da Madeira, Santa Maria da Feira und Oliveira de Azeméis bedeutet die unmittelbare Entwicklung, dass sich die Regierung verpflichtet hat, die Erweiterung zu prüfen, anstatt eine neue Verbindung zu genehmigen.
Eine Entscheidung über die Umsetzung hängt von den Ergebnissen der Studien sowie den anschließenden Genehmigungen für Planung, Finanzierung und Bau ab.









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