"Wir sind dabei, die Inbetriebnahme des LIDAR-Radars abzuschließen, damit die Flüge auch bei Seitenwind stattfinden können", sagte der Minister für Infrastruktur und Wohnungsbau, Miguel Pinto Luz.

"Es ist installiert und wird ab dem 10. Januar in Betrieb sein", antwortete er auf Fragen des Abgeordneten Filipe Sousa von der Partei JPP.

Bei dem System handelt es sich um MADeira Winds (MAD Winds), das aus einem X-Band-Radar, einem LIDAR-System und einem Verarbeitungssystem besteht, das meteorologische Daten mit hoher Präzision analysiert. Dieses System wird ein genaueres und zeitnahes Verständnis der Situation am Internationalen Flughafen Madeira ermöglichen und damit eine wesentliche Unterstützung für betriebliche Entscheidungen in den kritischsten Flugphasen, nämlich Anflug, Landung und Start, bieten.

Der Betrieb des internationalen Flughafens von Madeira, der sich in der Gemeinde Santa Cruz im Osten der Insel befindet, wird häufig von den Windverhältnissen beeinflusst.

Das im Dezember 2024 vorgestellte und mit 3,5 Mio. € veranschlagte System MAD Winds wird eine einjährige Testphase durchlaufen, in der es bewertet und angepasst wird, um seinen Betrieb in Bezug auf die Merkmale des Flughafens Madeira zu optimieren. Dieser Flughafen ist der einzige weltweit, auf dem Windgrenzwerte - 15 Knoten - vorgeschrieben sind, obwohl diese Grenzwerte 1964 eingeführt und auf der Grundlage von Studien mit einem DC3-Flugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg festgelegt wurden, als die Start- und Landebahn noch 1.600 Meter lang war, während sie heute 2.781 Meter misst.

Nach Angaben von NAV Portugal liegen etwa 80 % der derzeit durch Wind verursachten Flugumleitungen nur bis zu drei Knoten über den vorgeschriebenen Grenzwerten, so dass das neue System ein "entscheidendes Instrument" für eine genauere und potenziell günstigere Bewertung des Flugbetriebs ist.