Die Studie, an der mehr als 50 Wissenschaftler aus 31 Forschungseinrichtungen weltweit beteiligt waren, zeigt, dass der Anstieg der Meereswärme im vergangenen Jahr 23 Zettajoule betrug (ein Zettajoule ist ein Joule, die Standardeinheit für Wärmeenergie, gefolgt von 21 Nullen).
Dies "entspricht etwa 37 Jahren des globalen Primärenergieverbrauchs [der in der Natur verfügbaren Energie]", wenn man den Energieverbrauch des Jahres 2023 als Referenz nimmt, heißt es in einer Erklärung des Instituts für Atmosphärenphysik der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, dem der korrespondierende Autor der Studie, Lijing Cheng, angehört.
Der Ozean, der etwa 71 % der Erdoberfläche bedeckt, absorbiert 30 % aller Kohlendioxidemissionen (CO2, das wichtigste Treibhausgas). Er fängt 90 % der durch diese überschüssigen Emissionen erzeugten Wärme auf und ist damit das wichtigste Wärmereservoir des Klimasystems.
In der Erklärung heißt es, dass der Wärmeinhalt des Ozeans (OHC) einen der besten Indikatoren für den langfristigen Klimawandel darstellt, da er die Akkumulation der im Ozean gespeicherten Wärme widerspiegelt.
Der Anstieg der Ozeantemperatur "treibt den Anstieg des Meeresspiegels an, (...) verstärkt und verlängert Hitzewellen und intensiviert extreme Wetterereignisse, indem er die Hitze und Feuchtigkeit in der Atmosphäre erhöht", was den anhaltenden Anstieg der Ozeanwärme verursacht und Rekordwerte wahrscheinlicher macht.
Die Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der OHC-Wert im Jahr 2025 den höchsten jemals gemessenen Wert erreicht hat, was den anhaltenden Anstieg des Wärmeinhalts der Ozeane bestätigt.
Die Forschung hat auch gezeigt, dass die Erwärmung der Ozeane nicht einheitlich ist und sich einige Gebiete schneller erwärmen als andere.
Bis 2025 werden etwa 16 % der globalen Ozeanfläche einen Rekordwert der OCC (Ocean Climate Change) erreicht haben, und etwa 33 % werden zu den drei höchsten jemals aufgezeichneten Werten gehören, wobei die Gebiete mit der stärksten Erwärmung unter anderem die tropischen Zonen des Südatlantiks und des Nordpazifiks sowie der antarktische Ozean sind.
Insgesamt hat sich der Trend zur Erwärmung der Ozeane seit den 1990er Jahren verstärkt, wobei in den letzten neun Jahren immer wieder neue Rekorde aufgestellt wurden.






