Unterschiedliche Verläufe zeigen, dass die Zuwanderung nach Portugal sowohl kurzfristige Aufenthalte von weniger als drei Jahren als auch längerfristige Aufenthalte mit stabiler Beschäftigung und familiären Bindungen umfasst.
Die Studie "A Characterisation of the Stay of Foreign Workers in Portugal" analysiert die Muster der bei der portugiesischen Sozialversicherung registrierten ausländischen Staatsbürger zwischen 2010 und 2025 und zeigt Trends auf, die für den Arbeitsmarkt, die Wirtschaft und die öffentliche Politik relevant sind.
Im Jahr 2025 waren über 1,13 Millionen ausländische Bürger bei der Sozialversicherung registriert - eine erstaunliche Zahl im Vergleich zu nur 152.000 im Jahr 2010, was eine starke Beschleunigung der beschäftigungsbezogenen Migrationsströme widerspiegelt.
Wer also sind diese vielen ausländischen Arbeitnehmer, die nach Portugal kommen? Mit einem Durchschnittsalter von 33 Jahren und einem Männeranteil von 60 % stammen rund 38 % aus Brasilien, gefolgt von südasiatischen Ländern wie Indien, Bangladesch, Nepal und Pakistan mit 19 % und 14 % aus den portugiesischsprachigen afrikanischen Ländern, auch bekannt als PALOP. Arbeitnehmer aus der übrigen EU und dem Vereinigten Königreich machten rund 14 % aus.
Ausländische Arbeitskräfte sind vor allem in der Dienstleistungsbranche wie Tourismus, Gastgewerbe und Restaurants beschäftigt, aber auch in der Landwirtschaft, im Baugewerbe und in der Industrie sind viele von ihnen tätig.
Trotz der hohen Zahl ausländischer Arbeitnehmer in Portugal kommt die Analyse zu dem Schluss, dass sie zu 86 % abhängig beschäftigt und zu fast 5 % selbständig sind. Die Inanspruchnahme von Sozialleistungen ist minimal, was auf eine starke Bindung an den Arbeitsmarkt während des Aufenthalts in Portugal hinweist. Arbeitslosigkeit kann jedoch die Wahrscheinlichkeit erhöhen, das Land zu verlassen. Bei ausländischen Arbeitnehmern, die Arbeitslosenunterstützung beziehen, besteht ein um 55 % höheres Risiko, aus dem Sozialversicherungssystem herauszufallen, was bedeuten könnte, dass sie das Land verlassen haben.
Die Bank von Portugal schlägt vor, dass öffentliche Maßnahmen, die sich auf stabile Beschäftigung, höhere Löhne, Unterstützung für Familien und Familienintegration konzentrieren, die Bindung ausländischer Arbeitskräfte verstärken könnten und sich somit noch positiver auf das Wirtschaftswachstum, das demografische Gleichgewicht, die Nachhaltigkeit der Sozialversicherung und die soziale Integration auswirken. Heute bleiben etwa 22 % der ausländischen Arbeitskräfte für weniger als ein Jahr und etwa 39 % für weniger als drei Jahre.
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die Zuwanderung von Arbeitskräften in Portugal weiterhin eine zentrale Rolle spielen wird, dass ihr Beitrag jedoch zunehmen wird, je nachdem, ob das Land in der Lage ist, befristete Arbeitskräfte in Daueraufenthalte umzuwandeln.
Es wird erwartet, dass der Arbeitsmarkt solide bleibt, mit einer prognostizierten Verlangsamung der Beschäftigung und einer Stabilisierung der Arbeitslosenquote auf niedrigem Niveau.









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