Die offiziell in Porto de Mós gestartete Initiative ist eine emotionale Aufforderung an die portugiesischen Bürger, die Vielfalt und den Reichtum an Erlebnissen im eigenen Land wiederzuentdecken und das Erbe, die Natur und die Kultur, die nur wenige Kilometer von zu Hause entfernt zu finden sind, hervorzuheben.

Über die Förderung der Freizeitgestaltung hinaus konzentriert sich die Kampagne stark auf den territorialen Zusammenhalt und die wirtschaftliche Wiederbelebung und versteht sich als direkte Antwort auf die Unterstützung von Unternehmen und Gemeinden in Regionen, die durch die schweren Stürme im letzten Winter erhebliche Verluste erlitten haben.

Die Bedeutung des Inlandstourismus

Die strategische Bedeutung des Inlandstourismus war das zentrale Thema der Rede von Manuel Castro Almeida, Minister für Wirtschaft und territorialen Zusammenhalt. Der Minister wies darauf hin, dass Urlaub im Inland nicht nur eine Frage der Bequemlichkeit aufgrund der Nähe sei, sondern auch eine Verpflichtung zur sozialen Solidarität mit den von den Unwettern des letzten Jahres betroffenen Gebieten.

Castro Almeida nutzte auch die Gelegenheit, um der öffentlichen Wahrnehmung entgegenzutreten, dass Portugal mit einem Problem des Übertourismus konfrontiert ist, und stellte klar, dass der Druck auf die Reiseziele auf ganz bestimmte Orte und bestimmte Zeiträume im Jahr beschränkt ist. Nach Ansicht der Regierung liegt die wahre Herausforderung für das Land darin, eine bessere geografische und zeitliche Verteilung der Touristenströme zu erreichen.

Mäßiges Wachstum

Obwohl der Sektor zu Beginn dieses Jahres ein moderateres Wachstum verzeichnete, zeigen die Finanzindikatoren weiterhin die Robustheit der wichtigsten Wirtschaftstätigkeit des Landes. Nach den jüngsten Daten der Bank von Portugal, die der Minister zitiert, beliefen sich die Einnahmen aus dem Tourismus im ersten Quartal auf über 5,1 Milliarden Euro, was einem Wachstum von 3,8 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Besonders stark war das Ergebnis im März, als die tourismusbedingten Exporte um 6,7 % stiegen, was der portugiesischen Wirtschaft mehr als 2 Mrd. € einbrachte und die Rolle des Sektors als unverzichtbarer Motor für die Stabilität und den Fortschritt des Landes festigte.

Konzept der Kampagne

Das kreative Konzept der Kampagne, das von der Leitung von Turismo de Portugal entworfen wurde, schlägt eine immersive Reise vor, die menschliche Emotionen mit den tatsächlichen Ortsnamen verschiedener nationaler Regionen verbindet.

Durch ein phantasievolles Wortspiel benennt die Werbereiseroute authentische Orte nach den Gefühlen um, die sie bei den Besuchern hervorrufen: Die Burg von Porto de Mós erscheint verklärt als "Burg der Gewissheit", das ikonische Schieferdorf Talasnal wird zum "Dorf der Ruhe" und der idyllische Galapos-Strand verwandelt sich in den "Strand der Wunder". Dasselbe gilt für das "Gebirge der Stille" in Montesinho und den "Glücklichen Fluss", der die Ufer des Flusses Arade bei Portimão umfasst.

Unterschiedliche Kommunikationsphasen

Diese Werbewelle wird in zwei verschiedene Kommunikationsphasen unterteilt, die sich über das ganze Jahr erstrecken: die erste wird von Mai bis Juni laufen, die zweite von September bis November.

Die Omnichannel-Strategie wird sich über Radiospots, digitale Plattformen und Fernsehspots erstrecken und Erzählungen über Wohlbefinden, Identität und die Nachhaltigkeit des Tourismus-Ökosystems aufgreifen.

Das Hauptziel ist es, das kulturelle Vorurteil zu widerlegen, dass der Wert eines Urlaubs direkt mit der geografischen Entfernung zusammenhängt, und zu zeigen, dass die Portugiesen ihren Horizont erweitern und die Vielfalt der Welt entdecken können, ohne ihr Land zu verlassen.