Ein koordinierter Generalstreik, der für den kommenden Mittwoch, den 3. Juni, geplant ist, droht die wichtigsten Mobilitätsnetze des Landes lahm zu legen und die internationalen Verbindungen zu beeinträchtigen, was zu einer erheblichen Instabilität führt, und das zu einem Zeitpunkt, an dem das Land den ersten großen Zustrom von Touristen in der frühen Sommersaison empfängt.
Verschiedene Dienste betroffen
Nach Angaben der Gewerkschaften wird sich der Streik gleichzeitig auf das Kabinenpersonal, das Bahnpersonal, die Betreiber des öffentlichen Nahverkehrs und das medizinische Personal erstrecken.
Die dramatischsten Auswirkungen des Protests werden im nationalen Luftraum erwartet. Schätzungen der Branche zufolge könnten im Laufe des Tages mehr als 500 Flüge gestrichen werden oder erhebliche Verspätungen aufweisen, was den Betrieb der nationalen Fluggesellschaft TAP Air Portugal sowie von Portugália und SATA erheblich beeinträchtigen würde.
Diese neue Welle von Störungen kommt zu einem kritischen Zeitpunkt für die Flughafeninfrastruktur von Lissabon, die bereits unter erheblichem Druck stand und aufgrund der kürzlich erfolgten logistischen Umsetzung des neuen Einreise-/Ausreisesystems der Europäischen Union mit langen Warteschlangen konfrontiert war, wodurch sich das Chaos an den Flughafenterminals noch zu verschärfen drohte.
Beeinträchtigung der städtischen Mobilität
In den großen Ballungsgebieten wird auch die städtische Mobilität beeinträchtigt werden.
Die in der FECTRANS zusammengeschlossenen Arbeitnehmer werden mit Protestaktionen fortfahren, die voraussichtlich die Metro in Lissabon lahmlegen oder stark einschränken und die Einschränkungen auf die Verbindungen zum Fluss Tejo und das öffentliche Verkehrsnetz in der Stadt Porto ausweiten werden.
Im Mittelpunkt dieses Massenprotests steht der entschiedene Widerstand der Gewerkschaften gegen die von der Exekutive vorgelegten Vorschläge zur Arbeitsmarktreform, die unter anderem eine Flexibilisierung der Kündigungsvorschriften und eine Ausweitung des Outsourcings vorsehen, Initiativen, die von den Vertretungsorganen der Luftfahrt als schwerwiegender Rückschritt für die Rechte und den Schutz der Arbeitnehmer eingestuft werden.
Angesichts der unmittelbaren Bedrohung durch diese Blockade haben Reiseversicherungsexperten eine deutliche Warnung an die Fluggäste ausgesprochen und darauf hingewiesen, dass die Deckungspolitik der einzelnen Versicherer sehr unterschiedlich ist.
Viele Anbieter schließen eine Entschädigung für Beeinträchtigungen durch Streiks aus, die zum Zeitpunkt der Buchung vorhersehbar oder bekannt waren.
In diesem Zusammenhang wird empfohlen, sofort die Vertragsbedingungen zu überprüfen und sich direkt mit den Fluggesellschaften in Verbindung zu setzen, um alternative Flugmöglichkeiten für das Jahr 2026 zu prüfen, wenn die weltweite Nachfrage nach Flugreisen weiterhin Rekorde bricht, aber ein Mangel an Infrastrukturkapazitäten das Tourismuswachstum zu bremsen droht.






