Das Nationale Statistikinstitut (INE) teilt mit, dass der Anstieg des Medianwerts der im Zusammenhang mit Hypothekenanträgen durchgeführten Immobilienbewertungen um 16,6 % gegenüber dem Vorjahr geringer ausfiel als im Mai (17,1 %), während die Veränderung gegenüber dem Vormonat bei 0,9 % lag.

Der Medianwert der Bankbewertungen stieg im Jahresvergleich um 16,6 Prozent, wobei der stärkste Anstieg auf den Azoren (24,0 Prozent) zu verzeichnen war; ein Rückgang wurde nicht beobachtet.

Zur Berechnung des Medianwerts der Bankbewertungen für Juni 2026 wurden 33.595 Bewertungen berücksichtigt (20.893 Wohnungen und 12.702 Einfamilienhäuser), das sind 3,0 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, während im Vergleich zum Mai 1.957 Bewertungen weniger durchgeführt wurden (-5,5 Prozent).

Bei Wohnungen lag der Medianwert der Bankbewertungen bei 2.613 Euro pro Quadratmeter (Euro/m²), was einem Anstieg von 18,3 % gegenüber Juni 2025 entspricht.

Höchste Werte

Die höchsten Werte wurden im Großraum Lissabon (3.411 Euro/m²) und an der Algarve (2.988 Euro/m²) verzeichnet, während das Alentejo und die Region Centro die niedrigsten Werte aufwiesen (1.711 Euro/m² bzw. 1.713 Euro/m²).

Bei dieser Art von Immobilien verzeichnete die Autonome Region der Azoren das stärkste Wachstum im Jahresvergleich (25,7 Prozent), wobei keine Rückgänge zu beobachten waren.

Im Vergleich zum Vormonat stieg der Wert von Wohnungen im Juni um 1,3 Prozent, wobei das Alentejo den größten Anstieg verzeichnete (8,0 Prozent), während keine Rückgänge zu beobachten waren.

Der Medianwert von Einzimmerwohnungen stieg um 23 Euro auf 3.302 Euro/m², während Zweizimmer- und Dreizimmerwohnungen um 53 bzw. 24 Euro auf 2.694 Euro/m² bzw. 2.253 Euro/m² zulegten.

Zusammengenommen machten diese Immobilientypen 92,6 % der im analysierten Zeitraum durchgeführten Wohnungsbewertungen aus.

Einfamilienhäuser

Bei den Einfamilienhäusern erreichte der Medianwert 1.600 Euro/m², was einem Anstieg von 15,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht, wobei der Großraum Lissabon (2.900 Euro/m²) und die Algarve (2.795 Euro/m²) die höchsten Werte verzeichneten, während die Regionen Centro und Alentejo die niedrigsten Werte aufwiesen (1.153 Euro/m² bzw. 1.276 Euro/m²).

Die Region West und Tejo-Tal verzeichnete das höchste Wachstum im Vergleich zum Vorjahr (19,3 %), wobei kein Rückgang zu verzeichnen war.

Im Vergleich zum Mai stieg der Wert von Einfamilienhäusern um 1,2 Prozent, wobei die Region „Westen und Tejo-Tal“ das höchste Wachstum verzeichnete (2,6 Prozent), während im Alentejo der einzige Rückgang zu verzeichnen war (-0,2 Prozent).

Der Medianwert von Wohnungen mit zwei Schlafzimmern stieg um 22 Euro auf 1.601 Euro/m², der von Wohnungen mit drei Schlafzimmern um 20 Euro (1.551 Euro/m²) und der von Wohnungen mit vier Schlafzimmern um 13 Euro auf 1.685 Euro/m².

Zusammengenommen machten diese Immobilientypen 88,1 Prozent der im Berichtszeitraum durchgeführten Hausbewertungen aus.

Nach NUTS-III-Regionen betrachtet verzeichneten der Großraum Lissabon, die Algarve und die Halbinsel Setúbal im Juni im Vergleich zum nationalen Median die höchsten Bewertungswerte, und zwar bei 50,3 Prozent, 32,0 Prozent bzw. 23,9 Prozent.

Umgekehrt waren Beira Baixa, Beiras und Serra da Estrela sowie Alto Alentejo die Regionen mit den niedrigsten Werten im Vergleich zum nationalen Median (jeweils -53,0 %, -52,4 % und -52,3 %).

Der vom INE berechnete Median der Bankbewertung von Wohnimmobilien berücksichtigt Wohnungen mit einer privaten Bruttogeschossfläche zwischen 35 und 600 Quadratmetern sowie Immobilien, die im Rahmen eines Kreditantrags bewertet wurden.