Ich habe die letzten drei Wochen oder so im Krankenhaus verbracht – nein, nicht im Gefängnis, wie manche behaupten würden –, obwohl es sich irgendwann tatsächlich wie eine lebenslange Haftstrafe angefühlt hat. Nach dieser erzwungenen Pause juckt es mir schon in den Fingern, wieder an meine Tastatur zu kommen; ich fühle mich wie Stevie Wonder, der unruhig wird, wenn er von seinem Klavier getrennt ist.

Gebrochenes Bein

Ich habe mir das Bein gebrochen, und natürlich nicht irgendeinen Knochen, sondern den Femur – den Oberschenkelknochen – und ich bin fast schon stolz darauf, dass ich es geschafft habe, den angeblich stärksten Knochen im Körper zu brechen. Rückblickend war es lustig – wenn auch damals nicht wirklich –, denn nachdem eine Röntgenaufnahme und ein CT den Schaden offenbart hatten, wurde ich auf die orthopädische Station verlegt, wo ich zwei Wochen lang fast bewegungsunfähig dalag und auf die Operation wartete.

Beim Anblick eines Arztes richtete ich mich ruckartig auf und fragte mit ausgestrecktem Arm respektvoll, wann ich „fertig“ sein würde, doch die Frage wurde durch einen Blickwechsel umgangen oder durch einen meiner Zimmergenossen abgelenkt. Die erzwungene Wartezeit war darauf zurückzuführen, dass der Chirurg selbst im Urlaub war – hey, jeder hat Anspruch auf Freizeit, aber ich kochte vor Wut bei dem Gedanken, dass er irgendwo am Strand einen „Sex on the Beach“-Cocktail schlürfte, während ich dort lag, eingipst wie eine Mumie aus dem Grab von König Tut.

Aber ich wurde mit Essen und Trinken versorgt und gepflegt, und ich hatte das Gefühl, im Lotto gewonnen zu haben, da ich einen Fensterplatz hatte – ein bisschen so, als würde man auf einem Langstreckenflug in die First Class hochgestuft werden. Ich beobachtete sehnsüchtig, wie die Sonne über den Himmel wanderte, und ließ meiner Fantasie bei den Wolkenformationen freien Lauf – wow, eine riesige Schildkröte, die mit einem Bärenjungen sprach, aus dessen Rücken eine Schlange wuchs, eine Galionsfigur eines alten Schiffes, die sich in einen Hund verwandelte, usw., usw.

Krankenhausessen

Was das Krankenhausessen angeht – ich beschwere mich nicht über die Menge, denn es war offensichtlich ausgewogen und nahrhaft, aber wie schaffen sie es, es so geschmacklos zu machen? Streuen sie vor dem Servieren etwas Besonderes darüber, das es so ungenießbar macht? Graues Fleisch habe ich auch noch nie gesehen, und daran zu riechen half mir nicht weiter, herauszufinden, was es war. Ich esse eigentlich keinen Fisch und wollte nicht wie eine rülpsende Robbe daliegen, also entschied ich mich für Fleisch- und Hähnchengerichte, und ich schätze, ich hatte Glück, dass ich überhaupt diese Wahl hatte. Und von Plastikbesteck will ich gar nicht erst reden – Gabeln, die brechen, bevor man den ersten Bissen von dem grauen Zeug in den Mund bekommt, und Messer, die abbrechen und die halbe Klinge in einer harten Birne stecken lassen, sodass es aussieht, als wäre man ein Chirurg in der Ausbildung an seinem freien Tag.

Bildnachweis: Envato Elements;

Staatliches Krankenhaus

Es handelte sich um ein staatliches Krankenhaus, aber ich kann euch nicht sagen, welches, und obwohl viele Leute am System herumkritisieren, war die Versorgung unübertroffen. Die Bettwäsche mag zwar abgenutzt gewesen sein, war aber makellos sauber, und die Wandfarben müssten zwar mal aufgefrischt werden, aber das Personal war in seinem Fachgebiet kompetent, egal ob es sich um Ärzte, Krankenschwestern oder Pflegehelfer handelte. Der Operationssaal war makellos, blitzblank, und das Personal nahm sich die Zeit, mir zu erklären, wer sie waren und welche Aufgaben sie hatten; sie holten sogar einen Kollegen als Dolmetscher hinzu, um sicherzustellen, dass ich alles verstand. Wenn Geld für etwas zur Verfügung stünde, wären sich sicherlich die meisten einig, dass Investitionen in moderne Hightech-Geräte wichtiger wären als hier und da ein neuer Anstrich.

Endlich zu Hause

Nun erhole ich mich also zu Hause, watschele herum und versuche, das betroffene Bein ein paar Monate lang nicht zu belasten, und lerne, mit einem Elektrorollstuhl umzugehen, ohne Löcher in die Wände zu reißen und mir die Füße abzuschneiden. Meine Güte, entweder ruckelt er in Zeitlupe dahin oder rast mit Warp-Geschwindigkeit – sehr schwer zu steuern. Mein Mann meinte, wenn ich den Joystick beherrsche, wäre das Fliegen einer 747 ein Kinderspiel!

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