Laut einer Studie der ABTA, dem wichtigsten britischen Tourismusverband, planen fast zwei Drittel der Befragten, im nächsten Jahr mindestens einmal ins Ausland zu reisen. Zudem haben Freizeitausgaben für Familien weiterhin höchste Priorität: Über ein Drittel ist bereit, mehr für den Tourismus auszugeben als im Vorjahr.
Steigende Lebenshaltungskosten
Wie fest Urlaubsposten im Budget britischer Familien verankert sind, wird im Vergleich zu anderen nicht lebensnotwendigen Konsumausgaben deutlich. Angesichts steigender Lebenshaltungskosten gaben die Befragten an, dass sich die erzwungenen Einsparungen vor allem auf Essen gehen, Freizeitaktivitäten sowie Kleidung und Schuhe konzentrieren werden.
Nur etwa ein Drittel der Befragten zieht in Betracht, auf Auslandsreisen zu verzichten. Noch weniger ziehen es in Betracht, auf kurze Kurzurlaube im Vereinigten Königreich zu verzichten. Praktische Anpassungen haben jedoch zu einem Trend zu Last-Minute-Buchungen geführt.
Obwohl die allgemeine Reiseabsicht im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen ist, geht die ABTA davon aus, dass der Markt in den kommenden Monaten von spontanen Entscheidungen geprägt sein wird. Fast ein Drittel der Sommerurlauber beabsichtigt, Pauschalreisen oder Tickets erst zwei bis vier Wochen vor Reiseantritt zu buchen. Ein kleinerer Teil wird dies mit einer Vorlaufzeit von weniger als 15 Tagen tun.
Bislang zeigen die Daten, dass ein erheblicher Teil der Briten seine Reisepläne bewusst auf Eis gelegt hat.
Abwartende Haltung
Diese Zurückhaltung ist auf logistische und finanzielle Faktoren zurückzuführen, angefangen bei einer genauen Beobachtung der Preise, da viele Verbraucher es vorziehen, auf Schwankungen bei den Flugpreisen zu warten; ein erheblicher Prozentsatz der Befragten wartet zudem auf konkrete Anzeichen einer Entlastung bei der Inflation und den täglichen Haushaltsausgaben, bevor er finanzielle Verpflichtungen eingeht.
Schließlich spielt auch die geopolitische Lage eine entscheidende Rolle, da das Klima der Instabilität im Nahen Osten die Wahl der Urlaubsrouten und -ziele direkt beeinflusst und dabei die Bedenken hinsichtlich des Preises und der Verfügbarkeit von Flugbenzin bei weitem übertrifft.
Trotz des Optimismus
Trotz dieses Optimismus bestimmt die Inflationsrate im Inland weiterhin die Zurückhaltung und ist das Haupthindernis, das von denjenigen genannt wird, die sich entschieden haben, überhaupt nicht zu verreisen. Ebenso ist der Anteil der Briten gestiegen, die beabsichtigen, ihre Ausgaben für den nächsten Urlaub zu kürzen, wobei die meisten direkt die finanzielle Belastung durch Haushaltsrechnungen dafür verantwortlich machen – ein Wert, der über dem der vorherigen Umfrage liegt.
Mark Tanzer, CEO von ABTA, warnte, dass die Ergebnisse nicht nur für private Reiseveranstalter, sondern auch für die Londoner Regierung selbst als Barometer dienen sollten.
Der internationale Tourismussektor bringt jährlich Dutzende Milliarden Pfund in die britischen Staatskassen ein und sichert Hunderttausende direkter Arbeitsplätze.
Er räumte ein, dass die geopolitische Lage das Sicherheitsgefühl und das Vertrauen der Verbraucher spürbar beeinträchtigt habe, zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass der starke Wettbewerb auf dem Markt dazu beitragen werde, während der Hochsaison wettbewerbsfähige Angebote mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis zu gewährleisten.









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