Das Strohdach über uns, der Geruch von Holzrauch, der Kreis aus Menschen, die es sich auf ihren Decken und Matten bequem machten.
Die Energie war schon spürbar, noch bevor die Musik überhaupt begonnen hatte, und als Sika (der Musiker) die Klanglandschaft eröffnete, wurden unsere Herzen an einen Ort tiefer Heilung und des Friedens erhoben. Ich spürte, wie alle Sorgen einfach davonschwebten und ich mich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder ganz geerdet fühlte.
Verlorene Verbindung
Das brachte mich dazu, darüber nachzudenken, wie das Leben früher wohl gewesen sein mag – vor der Zeit der Technik, vor der Zeit der Elektrizität. Ich weiß, dass das Leben damals wahrscheinlich viel körperlicher und beschwerlicher war als heute, aber ich frage mich, ob diese Menschen in ihrem Alltag Zugang zu einem tieferen Frieden hatten – ohne Handys und ohne den Druck, immer erreichbar sein zu müssen. Keine Benachrichtigungen, die ihre Aufmerksamkeit auf sich zogen. Keine Erwartung einer sofortigen Antwort. Wenn die Arbeit des Tages erledigt war, war sie erledigt.
Ihre Abende waren nicht von Bildschirmen und Scrollen geprägt, sondern von Feuerlicht, Gesprächen und Ruhe. Ihr Rhythmus wurde von den Jahreszeiten und dem Tageslicht bestimmt. Ganz gleich, wie körperlich anstrengend ihr Leben auch gewesen sein mag – in ihren Köpfen herrschte vielleicht eine Stille, die viele von uns noch nie erlebt haben. Vielleicht hatten sie in dieser Hinsicht ein besseres Leben.
Bildnachweis: Pexels; Autorin: Petra Nesti;
Sie konnten sich ganz natürlich erden, da sie so eng mit der Erde arbeiteten, sich um das Lagerfeuer versammelten, um Geschichten, ihre eigene Geschichte und Musik zu hören. Die Feuerstelle stand im Mittelpunkt ihrer Gemeinschaft. Das Feuer diente zum Kochen und Heizen und war ein Ort der Zusammenkunft. Bei all dem sogenannten Fortschritt, den wir gemacht haben, frage ich mich, ob wir den Teil verloren haben, der uns miteinander und mit der Erde verbindet. Ich glaube, dass diese Verbindung grundlegend für unser Glück und unser Wohlbefinden ist, und ich habe darüber nachgedacht, wie wir dieses Gefühl von Gemeinschaft, von Zugehörigkeit zu einem Stamm und von Verbundenheit mit der Natur wiederherstellen können.
Ich glaube, die moderne Gesellschaft ist von unserer Erde so sehr entfremdet wie nie zuvor. Diese Entfremdung führt dazu, dass manche von uns nicht erkennen, dass wir uns selbst schaden, wenn wir Wälder abholzen, Wiesen bebauen und Abwasser in unsere Gewässer leiten. Unsere Erde und wir selbst sind eins. Wir sind untrennbar mit der Natur verbunden und können ohne die Bäume, die Bestäuber und die Vielfalt, die unsere Ökosysteme ausmacht, nicht existieren.
Wie finden wir also unseren Weg zurück? Ich glaube nicht, dass das kompliziert sein muss. Wir werden unsere Handys nicht aufgeben und in Rundhäuser ziehen, so verlockend das an manchen Tagen auch klingen mag. Aber wir können kleine Teile dieser älteren Lebensweise übernehmen und sie in das Leben einflechten, das wir tatsächlich führen.
Geschichten teilen
Fang mit dem Feuer an. Es gibt einen Grund, warum wir uns alle von einer Flamme angezogen fühlen, sei es ein Lagerfeuer, ein Holzofen oder eine einzelne Kerze auf dem Küchentisch. Zünde abends eine an und sitze ein paar Minuten lang daneben, anstatt durch dein Handy zu scrollen. Wenn Freunde oder Familie dabei sind, umso besser. Tiefe Gespräche entstehen, wenn sich Menschen um eine Lichtquelle versammeln.
Essen Sie gemeinsam, wann immer es geht. Am Herd trafen sich einst Essen und Gesellschaft, und eine gemeinsame Mahlzeit ist nach wie vor die einfachste Form der Gemeinschaft, die wir kennen. Es muss keine große Dinnerparty sein. Wie wäre es, wenn Sie eine zusätzliche Portion für einen älteren Nachbarn kochen?
Bildnachweis: Pexels; Autor: Expect Best;
Steckt eure Hände in die Erde. Züchtet etwas an, und sei es nur Kräuter auf der Fensterbank. Lauft barfuß über Gras, wenn das Wetter es zulässt. Achtet darauf, was die Bäume in diesem Monat tun. Das klingt nach Kleinigkeiten, und das sind sie auch, aber sie erinnern unseren Körper an etwas, das unser Verstand vergessen hat. Wir gehören hierher.
Und erzählt eure Geschichten. Fragt einen älteren Verwandten nach seiner Kindheit. Teilt eure eigenen Geschichten am Tisch. Unsere Vorfahren haben alles auf diese Weise weitergegeben, und das hat sie miteinander verbunden. Wir müssen ihre Geschichten hören, bevor es zu spät ist.
Nichts davon erfordert großen Aufwand. Fünf Minuten bei Kerzenschein, eine gemeinsame Mahlzeit, barfuß auf dem Boden. Doch diese kleinen Gesten verweben uns wieder in das Netz des Lebens und miteinander. Und ich glaube, genau dort wartet unser Frieden schon auf uns.
Mit lieben Grüßen, Sally Heart









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