In einer Erklärung weist die Einrichtung darauf hin, dass die neue Einstufung auf dem Rechtsrahmen für Hochschuleinrichtungen (RJIES) beruht und den von der akademischen Gemeinschaft eingeschlagenen Weg, die wissenschaftliche Entwicklung der Einrichtung, die Stärke ihres Bildungsprojekts sowie die Beschäftigungsfähigkeit ihrer Absolventen würdigt.

Laut IPSantarém tritt die Änderung zu Beginn des akademischen Jahres 2026/2027 in Kraft; die Studierenden erhalten künftig Abschlüsse einer polytechnischen Universität, während das Bildungsangebot, die akademischen Grade, die Diplome und bestehende Arbeitsverträge unverändert bleiben.

Die Einrichtung ist der Ansicht, dass dieser neue Status eine Phase des Wachstums und der institutionellen Konsolidierung einleitet und die Voraussetzungen schafft, um Bildungsprogramme auszuweiten, die Forschung zu stärken, mehr Studierende und Lehrkräfte anzuziehen sowie nationale und internationale Partnerschaften zu vertiefen.

In der Erklärung wird erklärt João Moutão, Präsident des Polytechnischen Instituts von Santarém und künftiger Rektor der Polytechnischen Universität von Santarém, dass die Änderung „die Anerkennung eines generationsübergreifenden Weges“ darstelle und den Auftrag der Einrichtung bekräftige, qualifizierte Fachkräfte auszubilden, wirkungsvolle Wissenschaft zu betreiben und zur regionalen Entwicklung beizutragen.

Auch der Bürgermeister von Santarém, João Teixeira Leite, betrachtet die neue Bezeichnung als „einen der bedeutendsten Momente in der jüngeren Geschichte“ der Gemeinde und argumentiert, dass die Universität eine entscheidende Rolle dabei spielen wird, junge Menschen im Land zu halten, Talente und Investitionen anzuziehen sowie die Qualifikationen in der Region zu verbessern.

Diese Umwandlung ist Teil der Hochschulreform, die sich aus dem Gesetz Nr. 16/2023 vom 10. April ergibt, mit dem das Grundgesetz des Bildungssystems und das RJIES geändert wurden, sodass institutionell akkreditierte polytechnische Institute die Bezeichnung „polytechnische Universität“ annehmen dürfen.

Die neue Bezeichnung ändert weder den Charakter der angebotenen Ausbildung noch gleicht sie diese Einrichtungen dem klassischen Universitätsmodell an; der Schwerpunkt liegt weiterhin auf einer praxis- und berufsorientierten Ausbildung, angewandter Forschung, Innovation sowie der Verknüpfung mit dem wirtschaftlichen und sozialen Umfeld.

Die Einrichtung, deren Wurzeln in der landwirtschaftlichen Ausbildung liegen, die Ende des 19. Jahrhunderts in Santarém begann, blickt auf eine über 137-jährige Geschichte zurück.

Sie umfasst derzeit fünf Hochschulen in Santarém und Rio Maior, die höhere technische Berufsausbildungen (CTeSP), Bachelor- und Masterstudiengänge, Aufbaustudiengänge sowie gemeinsame Promotionsprogramme in den Bereichen Landwirtschaft, Bildung, Gesundheit, Management, Technologie und Sport anbieten.