Nach Angaben der Regulierungsbehörde für Energiedienstleistungen(ERSE) haben die anhaltend hohen Preise von rund 2 Euro pro Liter zu einem breiten Nachfragerückgang geführt.

Der LPG-Verbrauch sank gegenüber März um 36 %, der Dieselverbrauch um 17,42 % und der Benzinverbrauch um 7 %.

DieANAREC ist vor allem über den starken Rückgang des Dieselverbrauchs besorgt. Ihr Vizepräsident, João Freitas, weist darauf hin, dass Diesel die reale Wirtschaftstätigkeit widerspiegelt - Unternehmen, Fracht, Logistik, Landwirtschaft und Kleinindustrie.

Die Einzelhändler sehen den Rückgang im April als ein Zeichen dafür, dass Unternehmen und Privatpersonen preissensibler sind und ihren Verbrauch in Anbetracht der Ungewissheit, die durch Spaniens neue Steuerermäßigungen an den Grenzübergängen noch verstärkt wird, anpassen.

Epcol vertritt eine gegenteilige Ansicht und stellt fest, dass der ungewöhnlich hohe Verbrauch im März, der durch vorgezogene Käufe und die Auffüllung der Lagerbestände bedingt war, den Rückgang im April noch deutlicher erscheinen lässt.

Epcol stellt fest, dass der weltweite Kraftstoffverbrauch im bisherigen Jahresverlauf um 3 % gestiegen ist. Der Preisanstieg hat die Wirtschaftstätigkeit nicht gebremst und die Verbrauchergewohnheiten nicht verändert; die Beunruhigung über die Verknappung bleibt aus.

Der private Verbrauch bleibt stabil, unterstützt durch Benzin-Hybrid-Fahrzeuge. Die Volatilität von Flüssiggas folgt den saisonalen Mustern des Verbrauchs in Haushalten und Restaurants.

Diese monatliche Instabilität ist eine Herausforderung für die Einzelhandelsnetze, die bei schwankenden Umsätzen hohe Fixkosten zu bewältigen haben. Ende April lag der Durchschnittspreis für Diesel bei 1,955 € pro Liter und für Benzin bei 1,928 €. Beide Preise stiegen bis in den Mai hinein weiter an, wobei Benzin die Marke von 2 € pro Liter (2,013 €) überschritt.

Trotz steigender Kosten für den Individualverkehr verzeichneten die öffentlichen Verkehrsbetriebe in der Hauptstadt keinen Anstieg der Fahrgastzahlen.

CP meldet ein stetiges Wachstum, das nicht direkt mit der Kraftstoffkrise zusammenhängt. Die Metro Lissabon verzeichnete im April einen Rückgang des Fahrgastaufkommens um 1,7 % im Vergleich zum Vorjahr.

Im Gegensatz zum Landverkehr stieg im Luftverkehr der Kerosinverbrauch gegenüber März um 4,6 %, was direkt auf das wachsende Passagieraufkommen auf den Flughäfen zurückzuführen ist.