Neue Zahlen der Immobilienplattform idealista zeigen, dass die Nachfrage nach Mietwohnungen im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20 Prozent gestiegen ist.
Der jüngsten Analyse zufolge gingen in den ersten Monaten des Jahres für jede in Portugal inserierte Mietwohnung durchschnittlich 24 Anfragen ein, was das anhaltende Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage unterstreicht, insbesondere in den großen städtischen Zentren des Landes.
Der Markt ist in eine Phase eingetreten, die von Analysten als komplexer beschrieben wird, da der Kauf von Häusern durch Anreize zur Förderung von Wohneigentum an Dynamik gewonnen hat und vielerorts ein harter Mietwettbewerb herrscht. Die Mieten sind landesweit um 2,4 Prozent gesunken, obwohl die Zahl der verfügbaren Mietobjekte um 13 Prozent zurückgegangen ist.
In einigen Städten werden Wohnungen Berichten zufolge innerhalb weniger Stunden nach der Einstellung inseriert, wobei etwa 11 % der Wohnungen in weniger als 24 Stunden einen Mieter finden.
Ruben Marques, Sprecher von idealista, sagte, dass die Zahlen zeigen, dass die Nachfrage weiterhin das Angebot in weiten Teilen des Landes übersteigt.
"Der Druck auf den Markt ist nach wie vor hoch, vor allem in den großen städtischen Zentren, wo der Wettbewerb zwischen Familien um jede angebotene Immobilie immer noch sehr stark ist", sagte er.
Rangliste der Nachfrage
Unter Portugals Bezirkshauptstädten verzeichnete Leiria im ersten Quartal mit 31 Verträgen pro Immobilie die höchste durchschnittliche Anzahl von Anfragen pro Angebot.
Es folgten Santarém mit 2 Anfragen, Faro mit 27 und sowohl Beja als auch Castelo Branco mit 26 Anfragen.
Andere Städte, die eine besonders hohe Nachfrage verzeichneten, waren Ponta Delgada und Setúbal mit durchschnittlich 23 Anfragen pro Objekt, während Lissabon 21 und Porto 20 Anfragen verzeichneten.
Am unteren Ende der Skala verzeichneten Guarda und Vila Real mit durchschnittlich 12 Anfragen pro inserierter Wohnung die geringste Nachfrage.
Wachstum des Interesses
Die Nachfragetrends waren im vergangenen Jahr landesweit sehr unterschiedlich: In neun Großstädten stieg das Mietinteresse, während es in acht Städten zurückging, während Bragança und Ponta Delgada stabil blieben.
Porto verzeichnete den bei weitem stärksten Anstieg der Mietnachfrage mit einem Anstieg der Anfragen um 82 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, gefolgt von Beja mit einem Anstieg um 30 Prozent, Coimbra mit einem Anstieg um 27 Prozent und Lissabon mit einem Anstieg um 24 Prozent.
Leiria verzeichnete ebenfalls einen beachtlichen Zuwachs von 15 Prozent, Faro und Viana do Castelo legten beide um 8 Prozent zu, während Aveiro und Castelo Branco geringere Steigerungen verzeichneten.
Im Gegensatz dazu verzeichnete Vila Real mit einem Minus von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr den stärksten Rückgang des Mietinteresses, während Guarda einen Rückgang von 25 Prozent und Évora und Santarém einen Rückgang von 24 Prozent verzeichneten. Darüber hinaus verzeichneten auch Setúbal, Viseu und Funchal eine schwächere Nachfrage.
Große Bezirke
Auf Bezirksebene verzeichnete Setúbal mit 30 Verträgen pro Objekt die höchste durchschnittliche Anzahl von Anfragen pro Angebot, gefolgt von Lissabon mit 27 und Bragança und Portalegre mit jeweils 23.
Der Bezirk Porto verzeichnete das stärkste jährliche Nachfragewachstum mit einem Anstieg der Anfragen um 57 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2025, während Lissabon ebenfalls ein deutliches Wachstum von 23 Prozent verzeichnete, gefolgt von Coimbra mit 17 Prozent und Beja mit 14 Prozent.
Den stärksten Rückgang der Mietnachfrage verzeichnete dagegen Portalegre mit einem Minus von 31 Prozent, gefolgt von Évora mit 29 Prozent und Santarém mit 24 Prozent.









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