Durch die Maßnahmen, die entlang eines etwa sechs Kilometer langen Küstenabschnitts in der Gemeinde Loulé durchgeführt wurden, konnten die Strände, die in den letzten Jahren stark vom Meer in Mitleidenschaft gezogen worden waren, erheblich verbreitert werden. Noch vor wenigen Monaten reichten die Flutwellen bis an die Strandinfrastruktur heran und erodierten an mehreren Stellen den Fuß der Klippen.

Nach Angaben von Küstenexperten soll das Projekt die Sicherheit der Strandbesucher verbessern und gleichzeitig dazu beitragen, den fortschreitenden Rückgang der Küstenlinie zu verlangsamen. Im Rahmen der Arbeiten wurden große Mengen Sand in den am stärksten von Erosion betroffenen Bereichen aufgeschüttet, wodurch breitere Strände entstanden und die Voraussetzungen für die sommerliche Tourismussaison wiederhergestellt wurden.

Óscar Ferreira, Forscher an der Universität der Algarve, erklärte, der Unterschied gegenüber dem Beginn dieses Jahres sei beträchtlich: Die Strände reichten nun mehrere Dutzend Meter weiter ins Landesinnere. Er warnte jedoch, dass die Strandaufschüttung keine dauerhafte Lösung sei und ähnliche Maßnahmen in Zukunft wahrscheinlich erneut erforderlich sein würden.

Das von der portugiesischen Umweltbehörde (APA) betreute Projekt gilt als eine der bedeutendsten Küstenschutzmaßnahmen, die derzeit an der Algarve durchgeführt werden. Der aufgeschüttete Sand kommt nicht nur dem Gebiet Quarteira-Garrão zugute, sondern wird durch natürliche Sedimentbewegungen voraussichtlich auch schrittweise in benachbarte Küstengebiete gelangen.

Experten weisen darauf hin, dass Alternativen wie Küstenschutzmauern zwar Gebäude und Infrastruktur vor der Wellenkraft schützen können, jedoch nichts gegen den Verlust der Strandfläche selbst ausrichten. Aus diesem Grund gilt die Sandaufschüttung in stark bebauten Küstenregionen weiterhin als die praktischste kurz- bis mittelfristige Lösung.

Der Bürgermeister von Loulé, Telmo Pinto, begrüßte die Ergebnisse und bezeichnete die Veränderung als besonders wichtig für eine Gemeinde, in der der Tourismus nach wie vor ein zentraler Wirtschaftszweig ist.

„Zu sehen, dass die Menschen den Strand wieder nutzen können, ist sehr erfreulich und äußerst wichtig für unsere Wirtschaft“, sagte er.

Der Bürgermeister erinnerte daran, dass einige Küstenabschnitte aufgrund von Erosion Dutzende Meter Strandfläche verloren hatten, was Sorgen um die Zukunft eines Gebiets aufkommen ließ, das jedes Jahr Tausende von Besuchern anzieht.

Zwar hat das Sandaufschüttungsprojekt die Strände vorerst wiederhergestellt, doch sind sich Fachleute einig, dass langfristige Strategien zum Küstenmanagement weiterhin notwendig sein werden, da Erosion und steigende Meeresspiegel die Küste der Algarve zunehmend unter Druck setzen.