Mit der Unterzeichnung der Vereinbarung soll Coimbra „als Vorreiter, als Beispiel für bewährte Praktiken und als Vorbild“ für den Rest des Landes dienen, erklärte heute der Präsident der ANSR, Pedro Clemente, heute und betonte, dass die Vereinbarung Teil der nationalen Verkehrssicherheitsstrategie „Vision Zero 2030“ ist, deren Ziel es ist, die Zahl der Todesopfer und Schwerverletzten bis 2030 zu halbieren und bis 2050 vollständig zu beseitigen.

Konkrete Maßnahmen

Die Vereinbarung sieht die Umsetzung konkreter Maßnahmen vor, für die in Kürze ein Zeitplan und ein Budget festgelegt werden sollen, wie beispielsweise die Einrichtung von Bereichen mit einer Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde (sogenannte „Zonen 30“) und Koexistenzzonen in Wohngebieten, Schulumgebungen und in der Nähe von Krankenhäusern, erklärte die Bürgermeisterin von Cuiabá, Ana Abrunhosa.

„Zonen 30“

„Zonen 30“ werden nicht nur durch die Festlegung der Geschwindigkeitsbegrenzung umgesetzt, sondern auch durch städtebauliche und ingenieurtechnische Lösungen, die eine erhebliche Verringerung der Fahrzeuggeschwindigkeit erfordern, wie beispielsweise Geschwindigkeitsbegrenzungen, Fahrbahnverengungen oder erhöhte Fußgängerüberwege, erklärte er.

In den gemeinsamen Bereichen gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 20 Kilometern pro Stunde (km/h); sie sind so konzipiert, dass Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer denselben Straßenraum nutzen können, wobei die Trennung zwischen Gehweg und Fahrbahn aufgehoben wird und Fußgänger die gesamte Breite der Straße nutzen können, erklärte er und nannte das Viertel Norton de Matos als einen Ort, an dem diese Maßnahme umgesetzt werden könnte.

Maßnahmen im städtischen Kontext

Neben diesen beiden Maßnahmen, die hauptsächlich für den städtischen Kontext konzipiert sind, beabsichtigt die Stadtverwaltung zudem, ein Verkehrsberuhigungsprogramm in ländlichen und stadtnahen Gebieten voranzutreiben, mit Maßnahmen auf Straßen ohne Gehwege oder mit starkem Querverkehr.

„Intelligente Fußwege“, Sensibilisierungsmaßnahmen für Jugendliche mit Schwerpunkt auf Festzeiten (Queima das Fitas und Latada) sowie die Einführung von Fahrradzug-Programmen an kommunalen Schulen seien weitere geplante Maßnahmen, sagte er.

In Bezug auf die Fahrradzüge erklärte Ana Abrunhosa, dass die Gemeinde an jedem Tag der Woche mindestens eine Initiative dieser Art in verschiedenen Schulen der Gemeinde durchführen möchte, in Zusammenarbeit mit den Bildungseinrichtungen selbst und den Elternvereinigungen.

Ana Abrunhosa bekräftigte das Ziel, die Gemeinde „zu einem Vorzeigegebiet für sichere, inklusive und nachhaltige Mobilität“ zu machen.

Gemeindediagnose

Nach Angaben der Bürgermeisterin soll in Kürze eine Bestandsaufnahme der Gemeinde vorgelegt werden; sie versprach, im September einen detaillierteren Aktionsplan zu den umzusetzenden Maßnahmen und Interventionen vorzulegen.

Gleichzeitig werden die Stadtverwaltung und die ANSR nach nationalen und europäischen Finanzierungsmechanismen zur Umsetzung der Maßnahmen suchen, und für die geplanten Aktionen wird ein technisches Begleitteam eingesetzt.

„Was wir hier tun, ist ein lebendiges Labor in der Stadt“, erklärte die Bürgermeisterin gegenüber Reportern.

Der ebenfalls bei der Sitzung anwesende Staatssekretär für Zivilschutz, Rui Rocha, hob hervor, dass Coimbra „ein gutes Beispiel sein wird“, und äußerte die Hoffnung, dass die Stadt andere Gemeinden für ähnliche Projekte gewinnen kann.

„Verkehrssicherheit ist eine nationale Angelegenheit“, betonte er und sprach sich für eine gemeinsame Arbeit zur Senkung der Zahl der Verkehrsunfälle in Portugal aus.