Haben Sie im Wald etwas Ungewöhnliches gehört? Ein „Hoop, Hoop, Hoop“-Geräusch? Oder haben Sie diesen unverkennbaren, exotisch anmutenden Vogel gesehen – mit rosabraunen Federn, auffälligen schwarz-weiß gestreiften Flügeln, einem langen Schnabel und einer großen, schwarz gespitzten Haube?
Das ist der Wiedehopf, wissenschaftlich bekannt als Upupa epops, ein attraktiver Vogel, der sich vor dem grünen Laub der Bäume und Wiesen Portugals besonders gut abhebt. Wenn er „hoop“ ruft, senkt er seinen langen, nach unten gebogenen Schnabel und richtet seine auffällige Haube auf, die zu einer spektakulären Krone wird, wenn der Vogel aufgeregt oder alarmiert ist oder landet. Das „Trommeln“, das man hört, dient zwar in erster Linie der Partnerwerbung und der Verteidigung des Reviers, doch bei Gefahr geben sie auch raue Krächzer, mechanische Rasselgeräusche und Zischen von sich.
Standvogel
Man findet sie häufig in den milderen Regionen der südlichen Iberischen Halbinsel; sie gelten als Standvogelart, die das ganze Jahr über auf Rasenflächen, in Weinbergen und auf Golfplätzen nach Insekten stochert. Einige sind Zugvögel, die aus den kälteren Teilen Kontinentaleuropas abfliegen und auf ihrem Weg nach Afrika hier durchziehen.
Die größte Population in Portugal befindet sich südlich des Tejo, doch sie sind auf der gesamten Iberischen Halbinsel sowie in weiten Teilen Europas, Asiens und Afrikas verbreitet. Sie bieten ein wahrhaft beeindruckendes Schauspiel – ihre markante Federhaube, die einem großen Irokesenschnitt ähnelt, ist mit Abstand ihr auffälligstes Merkmal und dient in freier Wildbahn als Balz- und Kommunikationsmittel. Sie sind sehr revierbewusst und leben als Einzelgänger, die meist allein, manchmal aber auch zu zweit umherziehen und nach Nahrung suchen. Gelegentlich kann man kleine Familiengruppen beobachten, doch sie scharen sich nicht wie andere Vogelarten in Schwärmen zusammen. Sie ernähren sich von Ameisen, Heuschrecken, Käfern, Grillen und anderen Insekten, nehmen aber auch Samen, Früchte und sogar kleine Eidechsen und Frösche in ihren Speiseplan auf, die sie gegen eine Oberfläche schlagen, um sie zu töten, und von denen sie dann geschickt die unverdaulichen Teile entfernen, bevor sie sie verzehren.
Gesunder Bestand
Der Wiedehopf ist ein am Boden nach Nahrung suchender Vogel von kleiner bis mittlerer Größe, der zwischen 25 cm und 30 cm lang ist und bis zu 85 g wiegt. Männchen und Weibchen sehen gleich aus, wobei die Weibchen etwas kleiner sind; beide haben die berühmte Haube auf dem Kopf – rot-orangefarben mit weißen Flecken und schwarzen Spitzen. Diese Haube spielt eine wichtige Rolle dabei, anderen Vögeln die Stimmung des Vogels zu signalisieren – wenn der Vogel ruhig ist, liegen seine Federn flach an, aber wenn er aufgeregt oder unruhig ist, kann er seine Federn aufstellen, um größer zu wirken, als er ist.
Bildnachweis: Pexels; Autoren: Christina & Peter;
Da ihr Bestand recht gesund ist, gelten sie derzeit nicht als gefährdet. Sie suchen am Boden nach Nahrung und graben diese aus dem Erdreich aus; dank ihrer kräftigen Muskeln rund um den Schnabel können sie den Schnabel weit öffnen, während sie nach Futter suchen – dabei wenden sie unermüdlich jeden kleinen Stein oder jedes Blatt um, auf der Suche nach kleinen Nahrungshäppchen. Wiedehopfe sind zudem besonders eifrige Futtersucher in Tierkot und Misthaufen, wo sie nach Käfern suchen. Seltener jagen sie fliegende Insekten in der Luft, wobei ihre kräftigen und abgerundeten Flügel sie schnell und wendig machen.
Sonnenanbeter!
Sie scheinen sich zu sonnen, indem sie ihre Flügel und ihren Schwanz flach über dem Boden ausbreiten und dabei den Kopf nach oben neigen, während sie ihr Gefieder pflegen. Doch dies ist kein Sonnenbaden, wie wir es kennen – sie tun dies, um Parasiten zu bekämpfen, ihre Körpertemperatur zu regulieren und natürliche Öle zu verteilen. Indem sie ihre Flügel flach auf den Boden ausbreiten und den Kopf nach oben neigen, nutzen sie geschickt die Sonnenwärme und die UV-Strahlen, um Läuse und schädliche Bakterien auf ihrem Gefieder abzutöten, was dies zu einem wichtigen Bestandteil ihrer Pflegeroutine macht.
Sie sind auch für ihren üblen Geruch bekannt und werden „Stinkvögel“ genannt, da während der Brutzeit brütende Weibchen und ihre Küken eine dicke, braune Flüssigkeit aus einer Drüse oberhalb ihres Schwanzes versprühen, die nach verfaultem Fleisch riecht, um Raubtiere abzuschrecken.
Im Flug schlagen sie mit den Flügeln in einer scheinbar unregelmäßigen Bewegung, eher wie ein Schmetterling, was dem Vogel hilft, Lufträuber zu verwirren, bei kurzen Flügen Energie zu sparen und schnell zu manövrieren.
Der Wiedehopf taucht in der Folklore vieler Kulturen im Laufe der Menschheitsgeschichte auf – er wird in verschiedenen religiösen Schriften, ägyptischen Hieroglyphen, griechischen Theaterstücken und chinesischen Texten erwähnt – und ist als uralter Bote bekannt; berühmt ist sein Auftritt im Koran als Vertrauter von König Salomon und der Königin von Saba.









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