Die Datenvon JLL zeigen, dass trotz des Marktvolumens von Lissabon der Aufschwung in Porto eine deutliche Verschiebung der Bedeutung darstellt und die unterschiedlichen Wachstumsmuster der beiden Städte unterstreicht.

Diese Divergenz vollzieht sich vor dem Hintergrund turbulenter makroökonomischer Entwicklungen.

Globale Schwankungen, Inflation und die Zinserhöhung der EZB haben dazu geführt, dass Unternehmen bei Immobilieninvestitionen vorsichtiger geworden sind.

Dennoch verzeichnen sowohl Lissabon als auch Porto eine Absorptionsrate, die im historischen Durchschnitt liegt, und JLL erwartet für beide Märkte eine solide Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte.

Bis Mai wurden in Lissabon 66 Immobilientransaktionen abgeschlossen. Die durchschnittlich verkaufte Fläche betrug etwa 900 Quadratmeter pro Transaktion. Die Nachfrage kam hauptsächlich aus den Bereichen Technologie, Telekommunikation und öffentliche Dienstleistungen (TMT & Utilities), auf die 37 % der gesamten absorbierten Fläche entfielen.

Diese Unternehmen bevorzugten die neuen Bürogebiete und wählten diese für mehr als 4 von 10 vertraglich vereinbarten Quadratmetern.

Allein im Mai sicherte sich Lissabon durch 13 Mietverträge eine sofortige Belegung von 10.400 Quadratmetern. In diesem Zeitraum führten Beratungs- und Anwaltskanzleien die Nachfrage an. Sie machten 41 % der Entscheidungen aus und zeigten eine Präferenz für die Ränder der städtischen Expansion.

Die Dynamik des Marktes in Porto beruhte hingegen auf völlig anderen unternehmerischen Grundlagen und wurde entscheidend durch den öffentlichen Sektor und den Vereinsbereich vorangetrieben. Der Teilsektor, bestehend aus dem Staat, europäischen Organisationen und Verbänden, war bei den Ansiedlungsabsichten in Porto führend und erreichte einen Marktanteil von 43 %. Insgesamt verzeichnete die Stadt im Norden bis Ende Mai 21 Transaktionen, wobei jede Transaktion durchschnittlich 690 Quadratmeter umfasste.

In der Nachfragerangliste belegten Unternehmen aus dem Technologie- und Telekommunikationssektor den zweiten Platz und machten 37 % der gesamten Absorption in der Region aus.

Was die geografische Verteilung innerhalb des Großraums Porto betrifft, so befand sich der größte Anteil der vermarkteten Büroflächen in den sogenannten „Other Zones“ der Stadt mit 43 % der Registrierungen, gefolgt von der „Porto Business Zone“, die 31 % des Geschäftsvolumens auf sich vereinte – in einem Zyklus, der im letzten analysierten Monat mit einer vernachlässigbaren Aktivität endete.