Die Züge sollen eine Geschwindigkeit von 300 km/h erreichen. Der Auftrag, dessen Wert sich auf bis zu 584 Millionen Euro belaufen kann, ist für die portugiesische Eisenbahn von großer Bedeutung. Die Ausschreibung umfasst 12 Zugsätze für diese Hochgeschwindigkeitsverbindungen, mit der Option auf den Erwerb von acht weiteren Zügen.

Neben der Beschaffung der Züge umfasst der Vertrag auch Ersatzteile und die vollständige Wartung für zwei Jahre. Der erste Zug soll 2031 eintreffen; die übrigen Züge sollen bis zum dritten Quartal 2032 monatlich in Portugal eintreffen. Die Züge müssen mit dem portugiesischen und spanischen Schienennetz kompatibel sein, was ebenfalls ein entscheidender Faktor für die Ausschreibung ist.

Angebotvon Talgo

Talgo kann seine „Avril“-Plattform anbieten, die eine Geschwindigkeit von 330 km/h erreicht und sowohl in fester als auch in variabler Spurweite für europäische und iberische Netze erhältlich ist. Das spanische Unternehmen gibt zudem bekannt, dass sein Auftragsbestand 6,3 Milliarden Euro erreicht hat, und rechnet für 2026 mit einem Nettoumsatz von mehr als 700 Millionen Euro, nachdem dieser Wert im Jahr 2025 (618 Millionen Euro) erreicht wurde. Dennoch bemüht sich das Unternehmen auch darum, Lieferverzögerungen und Zuverlässigkeitsprobleme zu beheben, die mit der Lieferung von Avril-Zügen an Renfe zusammenhängen.

Vorschlagvon Alstom

Alstom, das französische Unternehmen, das ein Angebot vorgelegt hat, verfügt über eine etabliertere Position in Portugal. Der Konzern meldete für 2025/26 einen Umsatz von 19,17 Milliarden Euro, Auftragseingänge in Höhe von 27,6 Milliarden Euro und einen Auftragsbestand von 104,4 Milliarden Euro. Auch der Nettogewinn von Alstom hat sich auf über 324 Millionen Euro verdoppelt. Der Konzern expandiert in Portugal, nachdem er im Jahr 2023 117 Züge an CP geliefert hat. Darüber hinaus baut das Unternehmen ein Werk in Guifões, das 2028 fertiggestellt werden soll.