Wie das Unternehmen mitteilte, hat easyJet eine Partnerschaft mit dem Luftfahrttechnologiespezialisten i6 Group geschlossen, um dessen digitale Betankungsplattform „eHandshake“ flottenweit einzuführen. Das System wird in die bestehende „ETechlog“-Pilotplattform der Fluggesellschaft integriert, wodurch Treibstoffbestellungen und -lieferungen digital verwaltet und überprüft werden können.
Dieser Schritt soll Piloten und Betriebsteams genauere Informationen über den Treibstoffbedarf liefern und gleichzeitig das Risiko verringern, dass Flugzeuge unnötigen Treibstoff mitführen, der das Gewicht erhöht und gleichzeitig den Verbrauch sowie die damit verbundenen Emissionen steigert.
Betriebsprotokoll
Das eHandshake-System erstellt eine digitale Aufzeichnung jedes Betankungsvorgangs, die die geplante, bestellte, gelieferte und schließlich abgenommene Treibstoffmenge umfasst.
easyJet erklärt, dass das System durch die Einbindung von Piloten, Lieferanten und den Betriebsteams der Fluggesellschaft in denselben digitalen Prozess die Kommunikation verbessern, Verzögerungen reduzieren und einen besseren Überblick über die Betankungsaktivitäten bieten soll.
Die Fluggesellschaft erwartet zudem, dass die Initiative erhebliche Auswirkungen auf ihren Papierverbrauch haben wird. Laut easyJet könnte durch die Ersetzung papierbasierter Prozesse durch einen einzigen digitalen Workflow jährlich rund 600.000 Blatt Papier eingespart werden.
Einführungsphasen
Die Umsetzung erfolgt schrittweise; die erste Einführungsphase wird voraussichtlich etwa die Hälfte des easyJet-Netzwerks abdecken, wobei die Fluggesellschaft anstrebt, die Technologie in den nächsten drei Jahren auf rund 90 Prozent ihrer Ziele auszuweiten.
Adam Baker, Leiter des Bereichs „Fuel Performance“ bei easyJet, erklärte, die Partnerschaft mit der i6 Group werde der Fluggesellschaft einen stärker vernetzten Ansatz für das Treibstoffmanagement ermöglichen und ihr gleichzeitig mehr Transparenz über den Betrieb sowie Möglichkeiten zur Verbrauchsreduzierung bieten.
Die umfassendere Dekarbonisierungsstrategie der Fluggesellschaft umfasst die Erneuerung der Flotte, betriebliche Effizienzsteigerungen, nachhaltigen Flugkraftstoff, die Modernisierung des Luftraums und die Entwicklung CO₂-freier Flugzeugtechnologie.
easyJet hat sich das wissenschaftlich fundierte Ziel gesetzt, die CO₂-Emissionsintensität bis 2035 um 35 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2019 zu senken – als Teil ihres längerfristigen Ziels, bis 2050 Netto-Null zu erreichen.
Das Unternehmen erklärt, dass die Kombination aus verbesserten Daten, einer genaueren Treibstoffbestellung und der Reduzierung von unnötigem Gewicht sowohl ökologische als auch betriebliche Vorteile bringen könnte, wenn das System auf das gesamte europäische Streckennetz ausgeweitet wird.








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