Eine vergleichende Analyse der vier wichtigsten Steuerkomponenten des Sektors – Grundstücksübertragungen, jährliche Steuern, Mieteinnahmen und Veräußerungsgewinne – zeigt, dass Belgien Immobilienbesitzern die höchste Gesamtsteuerbelastung auferlegt, im krassen Gegensatz zu Ländern wie Zypern und Malta, die die attraktivsten Steuerregelungen des Kontinents bieten.
Was die Grunderwerbsteuer betrifft – die der IMT in Portugal entspricht –, verzeichnet Belgien den höchsten Spitzensatz in Europa, der je nach Region bis zu 12,5 % beträgt. Allerdings gibt es in Brüssel teilweise Befreiungen für Hauptwohnsitze sowie ermäßigte Sätze in Wallonien. England (12 %), die Niederlande (10,4 %) und Luxemburg (10 %) vervollständigen die Spitzengruppe, während Portugal mit einem Höchstsatz von 8 % auf Platz 7 von 31 Ländern rangiert.
Am anderen Ende des Spektrums stechen Estland und die Tschechische Republik dadurch hervor, dass sie keine Grunderwerbsteuer erheben, während Litauen einen nominellen Satz von 0,4 % anwendet.
Was die jährliche Grundsteuer betrifft, die dem portugiesischen IMI entspricht, wendet Spanien die IBI an, deren Höchstsatz 4,8 % des Katasterwerts betragen kann. Es folgen Litauen (3 %), Belgien (2,5 %) und Deutschland (2,1 %).
Portugal belegt Platz 23 von 39 Ländern, wobei die IMI-Sätze zwischen 0,3 % und 0,8 % liegen. Im Gegensatz dazu erheben Länder wie Zypern und Malta keine jährliche Grundsteuer von Eigentümern.
Die Besteuerung von Mieteinnahmen variiert je nach Höhe der Beträge und den steuerlichen Rahmenbedingungen des jeweiligen Landes.
Bei einer Monatsmiete von 1.500 € wendet Dänemark den höchsten Steuersatz (42,11 %) an, während bei einem Jahreseinkommen von rund 12.000 € liegt Belgien an der Spitze (47,27 %), gefolgt von Dänemark (43,22 %) sowie Deutschland und Griechenland (beide bei 41 %). In Portugal beträgt der pauschale Einkommensteuersatz (IRS) auf Mieteinnahmen derzeit 25 %, wobei je nach bestimmten Kriterien Ermäßigungen gelten können. Länder wie Österreich beziehen diese Einkünfte in ihre progressiven Einkommensteuerstufen ein, wobei die Sätze zwischen 0 % und 55 % liegen.
Was Kapitalgewinne aus dem Verkauf von Immobilien betrifft, so erhebt Dänemark die höchste Steuerbelastung und besteuert Gewinne mit bis zu 52,07 %, wenn sie
mit dem Gesamteinkommen zusammengerechnet werden, gefolgt von Luxemburg (45,78 %) und Deutschland (45 %).
Das deutsche System sieht jedoch eine vollständige Befreiung vor, wenn die Immobilie länger als zehn Jahre gehalten wird. Portugal belegt in dieser Kategorie Platz 17 von 39 Ländern, mit Steuersätzen, die bis zu 24 % betragen können. Umgekehrt bieten Rumänien, Nordmazedonien und Malta die günstigsten Modelle mit niedrigen, festen Sätzen, die hohe steuerliche Belastungen beim Verkauf von Wohnimmobilien vermeiden.
Belgien hat die höchste Immobiliensteuerbelastung in Europa; Portugal liegt im Mittelfeld
Laut Daten des „Global Property Guide“ gibt es zwischen den europäischen Ländern erhebliche Unterschiede bei der Besteuerung von Immobilienvermögen, was die verschiedenen Phasen von Immobilientransaktionen, das Eigentumsverhältnis und die Erzielung von Einkünften betrifft.
in · 14 Aug. 2026, 16:03 · 0 Kommentare








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