Das Restaurant wird von einem reizenden Paar, Fatima und Vitor, geführt, die einen Ort geschaffen haben, an dem traditionelle portugiesische Küche, Gastfreundschaft und persönliche Akzente auf natürliche Weise miteinander verschmelzen.

Bevor sie ihr eigenes Restaurant eröffnete, arbeitete Fatima mehrere Jahre lang als Köchin. Doch das Kochen ist nicht ihre einzige Leidenschaft. Sie liebt auch Dekoration und Blumenarrangements, was einem sofort auffällt, sobald man das Lokal betritt. Kleine dekorative Details und Blumen verleihen dem Restaurant eine gemütliche Atmosphäre, die eher an ein privates Zuhause erinnert als an ein belebtes Bahnhofsrestaurant.

Und am Bahnhof Tunes herrscht definitiv reger Betrieb. Wie Fatima uns erklärte, ist er einer der wichtigsten Bahnknotenpunkte an der Algarve und verbindet die Region mit Lissabon und Nordportugal. Die Züge fahren schon früh am Morgen, was bedeutet, dass auch Fatima ihren Tag sehr früh beginnt, um alles frisch für den kommenden Tag vorzubereiten. Nichts wird überstürzt, und alles wird vor Ort zubereitet.

An dem Tag, an dem wir zum Mittagessen dort waren, standen drei „pratos do dia“ (Tagesgerichte) zur Auswahl: „Bacalhau à Brás“, „Costeletas do Cachaço“ und „Carapaus Assados“. Die Speisekarte wechselt täglich und bietet stets frische Fisch- und Fleischgerichte, die auf den Zutaten des jeweiligen Tages basieren.

Wir begannen mit einer Auswahl an algarvischen Oliven, Thunfischpastete und mit Wurst gefüllten Teigtaschen. Jeder Tag bringt andere Kombinationen aus Vorspeisen und Hauptgerichten mit sich.

Für uns bereitete Fatima eine großzügige Platte zum Teilen mit allen drei Gerichten des Tages sowie einem Rinderfiletsteak zu. Ich finde immer, dass mein Mann und ich ein gutes Team sind, wenn wir traditionelle portugiesische Gerichte probieren. Er stammt aus der Algarve und ist mit diesen Aromen aufgewachsen, während es für mich als Ausländerin immer noch etwas ganz Besonderes ist und sich von dem unterscheidet, was ich normalerweise zu Hause esse. Dadurch haben wir zwei völlig unterschiedliche Perspektiven: die eines Menschen, der diese Gerichte gut kennt, und die einer Person, die sie fast zum ersten Mal entdeckt. Doch trotz unserer unterschiedlichen Hintergründe haben wir beide das Essen wirklich genossen, vor allem, weil alles hausgemacht, frisch und voller traditioneller Aromen schmeckte.

Zum Essen gab es den Rotwein „Terra Magna“, einen eleganten, ausgewogenen Wein, der aus traditionellen Rebsorten der Region Dão gekeltert wird.

Zum Nachtisch probierten wir Orangenkuchen, Mangomousse, Arroz Doce und eine Auswahl traditioneller portugiesischer Kekse, und wir waren uns beide einig, dass es absolut köstlich war.

Fatima erzählte uns, dass sie möchte, dass sich jeder Gast wie zu Hause fühlt, und dass sie für die Gäste genauso kocht wie für ihre eigene Familie. Ihre Tochter kommt regelmäßig zum Mittagessen ins Restaurant – was laut Fatima genau so ist, als würde man zu Hause essen.

Das Restaurant verfügt außerdem über einen separaten Raum mit einem großen Tisch für Feiern und private Veranstaltungen sowie über eine Ausstellung portugiesischer Weine, in der Weinliebhaber eine vielfältige Auswahl entdecken können. Einmal im Monat wird sonntags Live-Musik angeboten.

Geöffnet von Dienstag bis Sonntag ab 7 Uhr morgens, Abendessen nach Voranmeldung.

Instagram @cozinhadatiafatinha